Die Schwäbische Dichterstraße

 

Ist eine touristische Ferienstraße die 1977/78 geschaffen wurde. Ihren Namen verdankt Sie den  über 70 Museen und Literarischen Gedenkstätten.

 Ausgangspunkt ist Bad Mergentheim und Sie führt durch das Herzland Baden - Württemberg  Auf  Ihrem Weg führt Sie auch durch die schwäbische Alb , Oberschwaben bis nach Meersburg   . Dabei  führt Sie durch unsere Nachbargemeinde  Ostrach. In Meersburg lag die Wohnung der Dichterin Anette von Droste-Hülshoff (geb. 1797auf dem Familienerbgut Hülshoff, südwestlich von Münster in Westfalen, gest.1848 in Meersburg) Ihr bedeutetes Hauptwerk war: Die Judenbuche   

Die Schwäbische Dichterstraße hat als Symbol ein braunes Tintenfass mit einer Feder auf weißem Grund.  

  

Christoph Martin Wieland

geboren in Oberholzheim bei Biberach Er gilt als einer der  bedeutendsten Dichtern aus Oberschwaben Im Pfarrhaus von Oberholzheim ist ein Gedenkzimmer eingerichtet.

Als Berühmtester Sohn der Stadt ist Christoph Martin Wieland (1733-1813), der neben Lessing bekannteste Dichter der Aufklärung und ein Freund Goethes. Ihm ist die erste Übersetzung und Aufführung von Shakespeares Werken in deutscher Sprache zu verdanken. Der Sprachförderung fühlen sich die Schulen noch heute verpflichtet, nach dem "Biberacher" Modell werden an altsprachlichen Gymnasien ab der fünften Klasse gleichzeitig zwei Fremdsprachen gelehrt Wieland hat seiner Heimatstadt mit der "Geschichte der Abderiten" ein satirisches Denkmal gesetzt. Natürlich versicherte der Dichter, dass es sich bei den darin beschriebenen Schildbürgern allein um antike Griechen handelte. Er gab aber zu, dass Abdera und die Abderiten überall seien. Und während die Abderiten einst beispielsweise um die Frage stritten, ob man einen Esel einschließlich seines Schattens mieten könne, haben die Biberacher auf ihrem Marktplatz selbstironisch eine Eselskulptur aufgestellt.

      

Der allein ist weise, der im Sparen zu genießen,  im Genuss zu sparen weiß.                                   

(Zitat von Christoph Wieland)  

 

Auch gibt es einen Mörike-Pfad Donau-Oberschwaben

Da Eduard Mörike sich nicht nur in Scheer an der Donau sondern Auch in Pflummern, Zwiefalten, Bussen ,Bad Buchau und Mengen aufgehalten hat.

Frühling läßt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land   

Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen
horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
dich hab ich vernommen!

von Eduard Mörike   (1829)

Ludwig Uhland 

soll der  bedeutendste  Vertreter der schwäbischen Romantik  gewesen sein .

  Schwäbische Kunde

Als Kaiser Rotbart lobesam zum heil'gen Land gezogen kam

da mußt' er mit dem frommen Heer durch ein Gebirge, wüst und leer.

Daselbst erhub sich große Not viel Steine gab's und wenig Brot.

Und mancher deutsche Reitersmann hat dort den Trunk sich abgetan,

den Pferden war's so schwach im Magen fast mußte der Reiter die Mähre tragen.

Nun war ein Herr aus Schwabenland .Nun war ein Herr aus Schwabenland

von hohem Wuchs und starker Hand des Rößlein war so krank und schwach

er zog es nur am Zaume nach er hätt es nimmer aufgegeben

und kostet's ihn das eigne Leben. So blieb er bald ein gutes Stück

hinter dem Heereszug zurück. Da sprengten plötzlich in die Quer

Fünfzig türkische Reiter daher, die huben an, auf ihn zu schießen

nach ihm zu werfen mit den Spießen. Der wackre Schwabe forcht sich nit,

ging seines Weges Schritt vor Schritt leß sich den Schild mit Pfeilen spicken

und tät nur spöttlich um sich blicken. Bis einer, dem die Zeit zu lang

auf ihn den krummen Säbel schwang. da wallt dem Deutschen auch sein Blut.

er trifft des Türken Pferd so gut, Er haut ihm ab mit einem Streich.

de beiden Vorderfüß zugleich. Als er das Tier zu Fall gebracht

da faßt er erst sein Schwert mit Macht er schwingt es auf des Reiters Kopf

haut durch bis auf den Sattelknopf. Haut auch den Sattel noch zu Stücken

und tief noch in des Pferdes Rücken. Zur Rechten sieht man wie zur Linken

einen halben Türken herunter sinken, da packt die andern kalter Graus

sie fliehen in alle Welt hinaus, Und jedem ist's, als würd ihm mitten.

durch Kopf und Leib hindurch geschnitten. Drauf kam des Wegs 'ne Christenschar.

die auch zurückgeblieben war. die sahen nun mit gutem Bedacht.

was Arbeit unser Held gemacht. Von denen hat's der Kaiser vernommen.

der ließ den Schwaben vor sich kommen. er sprach: „Sag an, mein Ritter wert!

wer hat dich solche Streich gelehrt?" Der Held bedacht sich nicht zu lang:

die Streiche sind bei uns im Schwang, sie sind bekannt im ganzen Reiche,

man nennt sie halt nur Schwabenstreiche."

An dieser Stelle gäbe es noch sehr viel über unsere Dichter  zu berichten, die in und um Oberschwaben waren aber für den Augenblick will ich es genug sein lassen