Die Hohenzollernstraße

Vom oberen Neckar über das Albvorland, die Schwäbische Alb, das Donautal und weite Teile Oberschwabens bis in die Nähe des Bodensees verläuft die Hohenzollernstraße quer durch das Land dieses einstigen Herrschergeschlechts.

Die touristische Straße erschließt eine spannende Entdeckungsreise durch fast 1000 Jahre Hohenzollerngeschichte  mit Burgen, Schlössern, Klöstern und Kapellen.

Die 230 km lange Rundstrecke zwischen  dem Vorarlberg und dem nördlichen Bodenseeland, führt quer über die Schwäbische Alb, durch Teile Oberschwabens und durch die ehemaligen Hohenzollerischen Lande.

 

Die Burg Hohenzollern ist seit dem 11. Jahrhundert Stammburg der Grafen von Zollern und befindet sich heute in gemeinsamem Besitz der Häuser Hohenzollern und Preußen. König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, der ab 1850 auch die Hohenzollerischen Lande regierte, schuf gemeinsam mit seinem Architekten August Stüler, dem romantischen Ideal der Zeit folgend, eine der imposantesten Burganlagen Deutschlands im neugotischen Stil. Sie besteht aus dem siebentürmigen Hochschloss und den Wehranlagen, einem Meisterwerk der Festungsbaukunst des 19. Jahrhundert von dem Ingenieur-Oberst von Prittwitz. Seit 1952 hat man damit begonnen, die Zimmer und Säle mit künstlerisch wertvollen und historisch bedeutsamen Gegenständen zur Geschichte Preußens auszustatten. Neben Gemälden namhafter Maler sowie Gold- und Silberschmiedearbeiten des 17. bis 19. Jahrhunderts sind Gewandstücke wie der Waffenrock König Friedrichs des Großen und die Courschleppe der Königin Luise zu besichtigen. In der St. Michaelskapelle befinden sich spätromanische Reliefplatten und spätgotische Glasgemälde. In der Christuskapelle befanden sich bis 1991 die Särge von König Friedrich dem Großen und seinem Vater König Friedrich Wilhelm 1.

Im Jahre 1576 teilten sich die Linien in Hohenzollern - Hechingen und Hohenzollern - Sigmaringen. Die Linie Hechingen starb 1869 aus, während die katholisch gebliebene Familie bis zum heutigen Tage weiter blüht, allerdings das große Stammschloss nicht mehr bewohnt. Die mächtige Burg, eine Mischung von Zinnen, Türmchen, Erkern und Giebeln aus verschiedenen Jahrhunderten, thront auf einem Weißjura-Felsen über dem Städtchen Sigmaringen.

Hohenzollern-Sigmaringen, im Volksmund auch

 "Kaisers armeVerwandte" genannt.

Das größere Wappen Hohenzollerns führt einen von Silber und Schwarz gevierten Schild. Als Kleinod trägt der gekrönte Spangenhelm mit rot-goldener Decke einen goldenen Brackenkopf mit rotem Behang (Ohren). Der Ritter mit weiß-schwarzen Helmfedern hält die mit silbern-schwarzen Schnüren geschmückte Provinz-Standarte, in der sich das Schildbild wiederholt.

   

http://www.genealogie-mittelalter.de/hohenzollern_burggrafen_von_nuernberg/familie_der_hohenzollern.html

der historische Hintergrund einer Sage

http://www.museum-leuchtenburg.de/html/sage/frHaupts.htm

 

Das Lied der Hohenzollern
Text und Melodie: Unbekannter Verfasser

Das Hohenzollernlied wurde seit ungefähr 1860 durch Soldaten und Handwerksgesellen verbreitet. Die Melodie ist französischer Herkunft ( Normandie). Der Text handelt von Abschied und Wiederkehr, im Mittelpunkt steht dabei der Hohenzollernfelsen. Möglicherweise wurde es von Hermann Vitalowitz, einem Postpraktikanten, gedichtet, als Hohenzollern 1849 durch Regierungsverzicht der Fürsten von Sigmaringen und Hechingen an Preußen fiel

1. Strophe

Nicht weit von Württemberg und Baden,
von Bayern und der schönen Schweiz,
da ragt ein Berg aus goldnen Saaten,
den man den Hohenzoller heißt.
Er schaut herab so stolz und kühn
auf alle, die vorüberziehn
an Hohenzollerns steilem Felsen
wo unverzagt die Eintracht ruht!
2. Strophe

Von diesem Berg da geht die Sage,
die sich ins ganze Land erstreckt,
und mancher Vater kennt die Klage,
die sich auf seinen Sohn erstreckt;
man nahm ihn fort ins ferne Land -
das Liebchen glaubt, er sei verbannt -
von Hohenzollerns steilem Felsen,
wo unverzagt die Eintracht ruht!
3. Strophe

Doch kommt die lang ersehnte Stunde,
die uns zur Heimat wieder ruft,
dann jauchzen wir mit frohem Munde
dem schönen Hohenzoller zu!
Wir rufen aus: Oh Heimatland,
wie ist mein Herz an dich gebannt,
an Hohenzollerns steilem Felsen,
wo unverzagt die Eintracht ruht!

Verfasser unbekannt

Hier habe ich noch eine weitere Version des

Hohenzollernliedes gefunden

Das Zollernlied

1. Nicht weit von Württemberg und Baden
Und von der wunderschönen Schweiz,    
Da liegt ein Berg so hoch erhaben,
Den man den Hohenzollern heißt.
Er schaut herab so stolz und kühn
Auf alle, die vorüberziehn.
Auf Hohenzollerns steilen Felsen, Wo unverzagt die Eintracht ruht.
 
2. Von diesem Berg, da geht die Sage,
Die sich durchs ganze Land erstreckt,
Ein jeder Vater kennt die Plage,
Die sich auf seinen Sohn erstreckt.
Er schickt ihn fort ins fremde Land,
Sein Liebchen glaubt, er sei verbannt.
Auf Hohenzollerns ...
 
3. Und kommt die langer sehnte Stunde,
Die uns zur Heimat wieder ruft,
Dann rufen wir aus frohem Munde
Dem stolzen Hohenzollern zu,
Dann rufen wir: O Heimatland,
Wie ist mein Herz an dich gebannt!
Auf Hohenzollerns ...
 
Die erste Strophe des Zollernliedes  beginnt mit einer charakteristischen Eingangsfloskel von Heimathymen ,nämlich der räumlichen Begrenzung der besungenen Landschaft. Sie endet mit dem geographischen und inhaltlichen Höhepunkt, dem hohen und sagenumwobenen Hohenzollernfelsen, 

„wo unverzagt die Eintracht ruht“. Auf ihn sind die Blicke der Vorüberziehenden gerichtet, er ist der ruhende Pol inmitten des unruhigen Geschehens draußen in der Welt. Das Lied handelt von Abschied und Heimkehr, Angst und Hoffnung des Soldaten und seiner Angehörigen und hat wie das Württemberglied einen historischen Hintergrund. 1849 entsagten die Fürsten von Sigmaringen und Hechingen der Regierung ihrer Erbländchen, die kraft alter Erbverträge von 1691 und 1707 an Preußen fielen. Dieser bedeutsame Einschnitt in die Geschichte beider Fürstentümer ist hier im Bild vom Soldaten, der zum Kampf in die Fremde ziehen muss, ausgedrückt. Die genaue Herkunft des zur Weise eines alten Reservistenliedes gesungenen Liedes ist mangels früher gedruckter Überlieferung bis heute noch nicht geklärt. Die Lokalforschung war sich aber bereits um 1900 darin einig, dass es anlässlich der Übergabe von Hechingen und Sigmaringen an Preußen entstanden ist. Ob es nun bereits 1849 von einem namentlich bekannten Postpraktikanten oder etwas später von einem Soldaten aus Hechingen stammt, der es um 1860 beim Abschied aus dem Dienst in einem hohenzollernschen Regiment in Saarlouis den Kameraden gewidmet haben soll, spielt eigentlich nur noch eine sekundäre Rolle.„Nicht weit von Württemberg und Baden“ wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch einheimische Soldaten sowie durch Handwerksburschen auf der Walz über den süddeutschen Raum hinaus in ganz Deutschland verbreitet und war eines der populärsten Heimatlieder der Zeit, wenngleich es in Liederbüchern selten zu finden ist. Noch um 1900 wird ihm als treffender Ausdruck eines Zoller-Schwaben, der 1849 an Preußen gekommen und fortgenommen wird ins ferne Land, Symbolcharakter zuerkannt. 

Dieses Lied und der Anhang sind entnommen von den Seiten der Heimatzunft