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der Frauenmantel Mythologie und Legenden

 

Frauenmantel war in der Antike noch nicht als Heilpflanze bekannt, wohl aber bei den germanischen und nordischen Stämmen.

Die Pflanze zieht das Wasser aus der Erde und scheidet es bei hoher Luftfeuchtigkeit durch feine Poren am Blattrand wieder ab .Und dieses Wasser sammelt dich manchmal in der Mitte des kelchförmigen Blattes zu einem dicken Tropfen zusammen .Den Sammelten schon die Kelten und benetzten sich vor Ihren Ritualen damit. Junge Mädchen wuschen angeblich Ihre Hautunreinheiten oder die Sommersprossen damit ab

Germanische Hebammen siedeten die Pflanze in Met und verwendeten sie als Wochenbetttrunk. Dort war die Pflanze der Göttin Frigga geweiht. Man glaubte, die Wassertropfen, die sich in ihren Blättern sammeln, stünden für die Tränen, die Frigga um ihren Gatten geweint hat.

 Diese Eigenart der Pflanze verhalf ihr auch zu ihrem lateinischen Namen. Alchimistenkraut oder Alchemilla. Der bezieht sich auf die mittelalterlichen Alchemisten, sie dachten ein Kraut das sich allein fortpflanzt , kann gewiss auch zaubern, daher sammelten sie das Wasser in der Annahme, es helfe ihnen bei der Erschaffung von Gold.

In der mittelalterlichen Mythologie glaubte man die an den Blattspitzen hängenden Wassertropfen seien Tränen von den jungen Engeln die sich vom Teufel hatten verführen lassen. Diese Engel ,so glaubten die Leute , seien nicht wirklich verstoßen , sondern schwebten zwischen Himmel und Erde und versteckten sich tagsüber im Frauenmantel.

Obwohl Maria als Mutter Jesus gilt stilisierte die christliche Legende sie als ewige Jungfrau. dazu passt das der Frauenmantel seine Samen bildet ohne Befruchtung zu benötigen = Jungfernzeugung (Parthenogenese) 

Tabernaemontanus rät: Dieses Kraut in Regenwasser, oder aber Leschwasser, darin die Schmied das glühende Eisen ablöschen, gesotten und mit demselbigen Wasser die heimlichen Örter der Weiber gewaschen, dringet es dieselbigen zusammen als wenn sie Jungfrauen werend." Auch der Der Italienische Arzt Mattioli glaubte das ,zumindest und schrieb 1563 in seinem Kräuterbuch , die "Weiber" sollten mit dem abgekochten Wasser dieser Jungfernwurz doch Ihre "Heimlichkeit" waschen. Dann würden sie wieder unschuldig werden.

Noch im 19. Jahrhundert murmelten Heiler merkwürdige Beschwörungen wie

"Unsrer lieben Frau ihr Mantelkraut

ist ein Kraut über alle Kräuter

ziehts ab . heilts ab

ziehts aus heilts aus,"

während sie die Pflanzen und Wurzeln ausgruben