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© Harald KU bei pixelio.de

der Frauenmantel Beschreibung

 

Der Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Seine Heimat liegt in Europa und Asien. Er bevorzugt einen halbschattigen Standort und lässt sich problemlos in Töpfen kultivieren

In der Natur ist er in feuchten Wiesen, an Bachläufen oder im Wald auch am Wegesrand zu finden, bis auf 2600 m.ü.M.

Er ist eine staudenartige Pflanze die bis zu 50 cm hoch werden kann, mit grünen, gezahnten Blättern. Diese färben sich später dann bräunlich. An den Zähnchen der Blattränder scheiden sich kleinste Wassertröpfchen  aus die dann in den Schoß der gefalteten Blätter zeitweise zusammenlaufen und einen größeren, in der Sonne glitzernden Wassertropfen ergeben.

Der Frauenmantel liebt leicht feuchte, humose Böden, hat aber keine speziellen Standortsbedürfnisse er ist mehrjährig

 Erntezeit: April –September Wirkstoffe: GERBSTOFFE 5-12%: etwas weniger als der Silbermantel Flavonoide Bitterstoffe Phytosterole Spuren von SalizylsäureKieselsäure (im 2. Grasschnitt mehr als im ersten) Eisen,

 

Zu den Frauenmantelgewächsen gehören über tausend Arten. Diese verschiedensten Arten gibt es bis heute in ganz Ost-/West- und Nordeuropa. Der Frauenmantel entstammt dem edlen Geschlecht der Rosengewächse (Rosazeen) An seinen Naturstandorten zeigt sich der gemeine Frauenmantel eher bescheiden. Es bedarf eines geübten Blickes, um das grüne Kraut mit den winzigen Blüten inmitten von Gräsern und blühenden Wiesenpflanzen zu entdecken. Ab Frühlingsbeginn schieben sich die edel gefächerten Blätter aus der Erde hervor und recken sich an den schlanken Stielen der Sonne entgegen.

Seinen Namen trägt der Frauenmantel seit dem Mittelalter. Auf damaligen Bildern wurde die Mutter Maria oft mit einem weiten Mantel dargestellt, der als Symbol für alle Schutzsuchenden galt. Die Blattform des Frauenmantels erinnerte an die "Schutzmantel-Madonna". Manche nannten sie daher auch "Marienmantel" oder "Unser lieb Frauenmantel. Der Volksmund nannte sie aber  auch Alchemistenkraut Frauenhäubl, Frauenmänteli, Friggas Blume, , Herbstmantel, Krähenfuß Muttergotteskraut Mutterkraut,  Regendachl  Sinau,  Sintau (althd."sin"= Tau, "au" = immer) Taufänger ,Tränenschön, Taubecherli, Taumänteli, Wasserträger, Wasserkelchblume,Weiberkittel.

Die Wassertropfen auf seinen Blättern, die oft perlig in der Sonne glänzen, entstehen nicht aus Tau, sondern aus einem inneren Pflanzendruck heraus. Diesen Vorgang nennt man Gutation: Frauenmantel gehört zu den wenigen Pflanzen, die aktiv Wasser abgeben können. Der innere Pflanzendruck presst überschüssiges Wasser aus den Blattspalten. Die Wassertropfen sammeln sich zu einer Perle in der Mitte des Blattkelches. Manche sagen dazu "Himmelstropfen".