<


 

die Schafgarbe Mythos und Legenden

Die hohe Wertschätzung der Schafgarbe in der Volksmedizin zeigt auch der alte Brauch der Kräuterweihe zu Mariä Himmelfahrt. Zu den am 15. August in der Kirche gesegneten Kräutern gehört die Schafgarbe. Der Strauß soll anschließend dem Haus und seinen Bewohnern Glück und Gesundheit bringen.

Mit seiner blutstillenden Wirkung wird der Name Josefskraut verbunden, da nach der Legende der Hl. Josef sich bei Zimmermannsarbeiten verletzt von dem göttlichen Kind (Jesus) mit Schafgarbe sogleich Wundheilung erfuhr.

Einer Sage nach soll der griechische Held Achilles seine eigenen Wunden und die seiner verwundeten Krieger mit Schafgarbe behandelt haben. Der wissenschaftliche Name "achillea" basiert wohl auf dieser Sage.

Der Volksmund sagt, dass Schafgarbe für alles helfe (daher auch die Namen "Heil aller Schaden", "Heil aller Welt"). Schon in der Antike wurde die Pflanze zur Behandlung von Verletzungen (wie z.B. Schnittwunden) eingesetzt

Pflückte man im Traum Schafgarbe, waren gute Neuigkeiten zu erwarten. Auch half sie bei gebrochenen Herzen.

 Von den Druiden wurde Schafgarbe zur Wetterprognose verwendet.

Im alten China, etwa um 1000 v. Chr., dienten die Stängel der Schafgarbe der Weissagung. Bei dem so genannten Schafgarbenorakel zogen die Wahrsager aus einem Bündel von Schafgarbenstängeln nach einem komplizierten Verfahren 50 heraus und legten diese nach einem bestimmten System so aus, dass sie aus den entstandenen Hexagrammen die Zukunft ablesen konnten.

Im Irland des 19. Jahrhunderts glaubte man, Jesus habe in der Kindheit als erste Kraut Schafgarbe gepflückt, daher bringe es Glück.

Schutz vor Geistern: Mit ihren starken magische Eigenschaften war die Schafgarbe dem Johannes zugewiesen, sie wurde am Vorabend des Johannistages (23. Juni) in Häusern und Kirchen zum Schutz vor Krankheit und bösen Geistern aufgehängt. Als Bund wurde sie an den Türrahmen genagelt und bei Sonnenuntergang ins Feuer geworfen.

Man webte sie in Dekorationsstoffe ein und hielt mit ihm Hexen und Feen fern. Man glaubte, dass Hexen das Kraut für ihre Zauberformeln und Tränke benutzten.

 

Sie wurde auch Spielzeug des Teufels, Teufelswürze und Teufelsnessel genannt.

*Hängen Sie einen Bund Schafgarbe über die Wiege eines Neugeborenen, Hexen und böse Feen bleiben fern.

*Halte Schafgarbe vor deine Augenlider und du siehst, wer gerade an dich denkt.

*Wenn du prüfen willst, wie stark die Gefühle deines Geliebten sind, kitzle deine Nase mit Schafgarbe und sage dabei: Garbe, oh Garbe, bei diesem sanften Hieb Nase, so blute, wenn mein Schatz mich liebt.

Schafgarbe aß man traditionell bei Hochzeitsfeiern, sie war als "Siebenjährige Liebe" im Hochzeitsstrauß enthalten.

Pflückte eine Frau in einer Vollmondnacht die Pflanze vom Grab eines jungen Mannes und legte sie unter ihr Kopfkissen, so würde sie von ihrem zukünftigen Geliebten träumen.

Nach einem "Zauberbuch" des Landgrafen von Hessen konnte das "Sanct Margaretehenkraut" das Glück im Spiel positiv beeinflussen (diese wurde unter Diokletian um 310 enthauptet, sie soll der Legende nach den ihr als Drachen erschienenen Teufel im Kerker mit dem Kreuzzeichen in die Flucht geschlagen haben.

Die in der Wurzel des "Sanct Margarethenkrautes" zu findenden roten Würmer sollte man als Amulett auf der rechten Seite tragen, dabei musste das Kraut in zunehmendem Mond ausgegraben werden.