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Standort und Verbreitung:

Die Pflanze ist in Mitteleuropa auf Wiesen recht verbreitet.

Sauerampfer gibt es in vielen Arten, die sich nur unwesentlich voneinander unterscheiden, einzig die Wuchshöhe ist unterschiedlich. Er ist ursprünglich eine Wildpflanze und wurde schon zu Beginn des Mittelalters in den Klosterschriften sowohl als Heilkraut als auch als Gewürz erwähnt.

 

Die Pflanze wird 30 bis 100 cm hoch. Ihre, in Rosetten wachsenden, pfeilförmigen, unbehaarten Blätter sind hell bis dunkelgrün. Die Blüten, klein und braunrot eingefärbt, sind zweihäusig, d.h. männliche und weibliche Blüten treten auf verschiedenen Individuen auf und bilden dreikantige Früchte, umhüllt von trockenen Kelchblättern.

 

Der Große Sauerampfer oder Wiesen-Sauerampfer ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit aufrechten Stängeln, die zwischen etwa 30 und 100 Zentimeter Höhe erreichen.

Typisch sind die pfeilförmigen, kräftig grünen Blätter. Die unscheinbaren Blüten stehen in mehreren, länglichen Trauben an den Stängelenden. Blüten und die rötlichen Früchte sind wie bei den anderen Ampfer-Arten gestaltet.or. Sauerampfer wächst in Europa wild auf Wiesen und in Lichtungen in Sonne und Halbschatten.

Erntezeit ist zeitiges Frühjahr, wenn sich die ersten Blätter zeigen, bis weit in den Sommer hinein. Bei vorsichtiger Ernte wachsen die Blättchen gut und reichlich nach.S ie wird als Küchenkraut auch angepflanzt, etwa in Bauerngärten; man verwendet sie frisch zum Würzen von Salaten, aber auch in Suppen und Saucen.

 

Der Kleine Sauerampfer ist insgesamt ähnlich, doch bleibt er mit nur etwa zehn bis 30 Zentimeter Höhe deutlich kleiner. Charakteristisch sind seine spießförmigen, lang gestielten Blätter. Diese Art findet sich vorwiegend auf lückigen, eher trockenen Brachflächen oder an sandigen Plätzen.

 

Systematische Einordnung: Sauerampfer gehören ebenso wie die Ampfer-Arten zur Gattung Rumex aus der Familie Polygonaceae. Der Große oder Wiesen-Sauerampfer wird wissenschaftlich als Rumex acetosa bezeichnet, der Kleine Sauerampfer als Rumex acetosella.

Verwendet werden Triebspitzen und die jungen Blätter, deren säuerlicher, an Zitronen erinnernder, Geschmack jeden Frühjahrssalat bereichert. Sauerampfer sollte möglichst frisch verwendet werden, da er wie Salat schnell welk wird. Beim Kochen verliert Sauerampfer zwar seine frischgrüne Farbe (es wird leicht bräunlich), aber nicht seinen Geschmack.

Die Ägypter und Römer verwendeten Sauerampfer als Ausgleich bei fetten Speisen.

Im Mittelalter war der Sauerampfer in England weit verbreitet.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Sauerampfer enthält Oxalsäure, gilt aber als wenig giftige Pflanze. Wenn Kinder Sauerampfer in größeren Mengen zu sich nehmen, kommt es zu Erbrechen und Durchfällen sowie zu Schluckbeschwerden . Starke Vergiftung würde zu unregelmäßigem Puls, sinkendem Blutdruck und Kreislaufschwäche führen. Die Pollen können Heuschnupfen auslösen.

Tiergiftig:

Die Pflanze wirkt giftig bei Pferden, vor allem aber bei Schafen, aber auch bei Rindern und Kühen. Im Falle einer Vergiftung zittern die Tiere, der Blutdruck fällt ab; es kommt zu Magen- Darmbeschwerden, Durchfall (auch blutig), Krämpfen und Lähmungen, Herzrhythmusstörungen sowie blutigem Harn. Todesfälle sind möglich.

Für Landschildkröten ist der Sauerampfer unverträglich; es kann zu Nierenproblemen kommen.

 

In der intensiven Grünlandwirtschaft ist der Sauerampfer ein Problem, da seine Samen (etwa 400 Millionen Pollenkörner pro Pflanze) nicht nur mehrere Jahre im Boden überleben, sondern auch in der Gülle keimfähig bleiben. Dadurch kann er sich auf zusagenden Standorten massenhaft ausbreiten und Futtergräser verdrängen. Seine Bekämpfung stellt ein großes Problem dar, da seine bis zu 1,5 m tiefen Speicherwurzeln auch noch in kleinen Teilen regenerationsfähig bleiben und neue Pflanzen bilden. Er gilt als Zeigerpflanze für vornehmlich durch Gülle gedüngter Grünländer. Er ist unerwünscht, da er sich in Silage oder Heu schlecht konservieren lässt und vom Vieh gemieden wird.