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  Löwenzahn

in der Küche

Löwenzahn ist nicht nur eine seit langem bekannte Heilpflanze mit entschlackender Wirkung, sondern auch als appetitanregender Salat in vieler Munde. Vor allem in Frankreich hat die Delikatesse Tradition und ist - nicht nur zur Frühlingszeit - auf den Speisekarten der Restaurants und in den Familien zu finden. Nur sehr junge Blätter oder besondere Züchtungen werden zu Salaten, Suppen, Soßen verwendet. Die Engländer legen im Frühling die Blätter auf ihr Butterbrot, die Holländer braten die Knospen. Die kleinen und jungen Knospen werden als Kapern in Essigwasser eingelegt.

Die Wurzeln sind ein Färbemittel für Wolle (hellgrün).

Die Wurzeln wurden in Notzeiten getrocknet, geröstet und gemahlen und als Kaffee-Ersatz benutzt; weil nicht koffeinhaltig, wird Löwenzahn auch heute noch in Reformhäusern angeboten, oder selber sammeln

Löwenzahn-Kaffee

Zutaten

getrocknete Löwenzahn-Wurzeln

2 Teelöffel Honig

1 Prise Zimt

Milch

Zubereitung  

Die getrockneten Wurzeln des Löwenzahns klein schneiden und in einer Pfanne rösten, bis sie dunkel sind; mit einer Haushaltsmaschine zu Pulver zermahlen. Von diesem Pulver vier Teelöffel in einen Liter Wasser geben. Zusammen mit einer Prise Zimt aufkochen. Das Ganze mit etwas Wasser abschrecken, und schließlich noch Honig und einen Schuss Milch dazugeben. Fünf Minuten ziehen lassen, dann abseihen.

Löwenzahn – Honig

2 (große) Handvoll Löwenzahnblüten (gut ausschütteln damit eventuelle Käfer ausfliegen )

mit 1 Liter kochendem Wasser übergießen,

über Nacht stehen lassen,

anderntags gut ausdrücken und absieben.

Auf 1 Liter Saft 1 Kilo Zucker mit ½ Zitrone (in Scheiben)

Einkochen lassen bis es Honig ist .(ca. 2 ½ Stunden)

Sehr gut bei empfindlicher Haut

 oder so

Löwenzahn Honig

2-3 Handvoll saubere Blüten (ohne die grünen Teile!) in dreiviertel
Liter Wasser 10 Minuten  kochen, abfiltern. 
In die heisse Flüssigkeit 1 kg Zucker und den Saft von einer Zitrone geben. 
Unter ständigem Umrühren 20 Minuten leicht kochen lassen.
Der Honig ist perfekt, wenn die Flüssigkeit bernsteinfarben aufschäumt
(Achtung: kocht sehr leicht über!) und dickflüssig vom Löffel fließt.

In ausgekochte, weithalsige Marmeladengläser abfüllen.

Löwenzahn-Gelee

Zutaten

Löwenzahn-Blüten 800 Gramm Zucker

60 Gramm Gelierhilfe Saft von 1 ½ Zitronen

Zubereitung

Zwei Handvoll Löwenzahn-Blüten in einen Topf geben und mit kochendem Wasser übergießen. Zugedeckt über Nacht stehenlassen. Am nächsten Tag den Sud durch ein Sieb passieren. Die Flüssigkeit unter ständigem Rühren aufkochen; währenddessen Zucker, Gelierhilfe und Zitronensaft hinzugeben. Ca. drei Minuten kochen lassen. Heiß abfüllen.

  Löwenzahnsalat

Löwenzahnblätter waschen und in feine Streifen schneiden. 1 kleine Zwiebel fein hacken und über die Blätter geben. In einer Tasse 1 Tl Essig,2 Esslöffel Salatöl und 1 TL Senf verrühren, mit Pfeffer und Salz abschmecken und über den Salat geben. Je nach Verfügbarkeit und Geschmack können Gurken-, Tomatenscheiben, Paprikastreifen, Käsewürfel  usw. dazugegeben werden.

 

Kartoffelsalat und Löwenzahn Blätter ( nur die ganz jungen )

(mit Essig und Öl angemacht)

Zubereitung

Die gewaschenen Löwenzahnblättchen fein schneiden (ca. ½ cm breit) und über den fertigen Kartoffelsalat geben.

Löwenzahn-Apfelsalat mit Senfdressing  

Zutaten

1 Eigelb

2-3 TL Dijonsenf

2-3 EL Champagner oder Apfelessig

2 TL Zucker Salz  100 ml Öl z.B. Traubenkernöl 1-2  Äpfel  

500 g jungen Löwenzahn

Zubereitung

Eigelb, Senf, Essig, Zucker und etwas Salz verrühren. Langsam das Öl in einem dünnen Strahl hinein rühren.

Apfel vierteln, entkernen und in feine Streifen schneiden, in die Soße geben.

Löwenzahn putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. In kaltem Wasser waschen und trocken schleudern. Dann mit den Äpfeln vermischen.

 

Rezept Gemüse aus Löwenzahnknospen

Löwenzahnrosetten ausstechen, die geeigneten (d. h. fest geschlossenen und stiellosen) Knospen aus der Mitte der Rosetten herauspulen, Kurz abspülen, dann in Öl und / oder Butter dünsten, mit Sahne 

ablöschen. Mit ausgebratenem durchwachsenen Speckwürfeln servieren, pur oder im Risotto oder als Spaghettisauce.

 

Kartoffel - Löwenzahn - Gratin 

REZEPT: ZUTATEN  

 500  g  Kartoffeln 

  500 g  Löwenzahn  1  El.  Olivenöl   2 El.  Butter 

  2 Knoblauchzehen zerdrückt Salz  1 Knoblauchzehe gepellt

  1 Pack.  Creme double  125  ml  Schlagsahne 

Ein Rezept ergibt ca. 4Portionen.

 

Die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. Sofort in kaltes

Wasser legen, damit sie nicht braun werden. Löwenzahn waschen, trocknen

und die Stiele abschneiden. Blätter in Streifen schneiden und

anschließend in kochendem Wasser blanchieren - junge Blätter etwa 30

Sekunden, ältere einige Minuten länger. Abgießen und abschrecken,

abtropfen lassen. Gut ausdrücken und in dem Öl, der Hälfte der Butter

und dem durchgepressten Knoblauch bei mittlerer Hitze andünsten.

 

Backofen auf 175 Grad C vorheizen. Eine Auflaufform mit der restlichen

Knoblauchzehe ausreiben und mit der restlichen Butter einfetten. Creme

double und Sahne in einem Topf mit Salz erhitzen, aber nicht kochen. Eine

Schicht abgetropfte Kartoffelscheiben in eine Gratinform geben, darauf den

Löwenzahn, darauf eine weitere Schicht Kartoffeln. Sahne darüber gießen.

Sie sollte die Kartoffeln knapp bedecken. Im Backofen etwa 1 Stunde backen,

bis die Oberfläche goldbraun und die Sahne eingekocht ist. 

Frischkäse-Rezept   

Zutaten:

3 l frische Milch vom Bauern oder Vollmilch (keine H-Milch!)

50g Sauerrahm (10% Fett)

1 Lab-Tablette (gibt's in der Drogerie)

1 alten Kopfkissenbezug oder ein Leintuch

ein paar Kräuter und Gewürze, die du magst

etwas Geduld

So wird's gemacht:

Gib die Milch und den Sauerrahm in einen Topf und erhitze beides unter ständigem Rühren auf ungefähr 35 Grad.

Löse die Lab-Tablette in 50 Milliliter Wasser auf und vermische sie mit der Sauerrahm-Milch. Lass alles dann stehen, bis das Gemisch nach zehn bis zwölf Minuten gerinnt - das heißt, es wird klumpig. Schneide nach etwa 30 Minuten die Masse in kleine Würfel (ca. 1x1 cm) und lass sie fünf Minuten stehen

Befestige das Leintuch oder den Kopfkissenbezug an den Beinen eines umgedrehten Stuhls und schütte die entstandene Masse hinein. Die abtropfende Molke fängst du am besten unter dem Tuch in einer Schüssel auf.

Noch ein bisschen Geduld

Lass die Molke gut abfließen (zwei bis drei Stunden), drück dann das Tuch mit dem "Käse" noch einmal aus und gebe den Käse in eine Schüssel. Deck diese mit einem feuchten Tuch ab und stell sie in einen Raum mit 20 bis 22 Grad.

Nach 24 Stunden noch einmal wenden und zwei bis drei Tage stehen lassen. Am dritten oder vierten Tag den Käse aus der Schüssel nehmen, zerkleinern und nach Geschmack mit Salz und frischen Kräutern würzen.

Fertig ist dein Frischkäse!