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  Löwenzahn als Heilkraut

Geschichte:
Es ist nicht belegt, dass der Löwenzahn schon im Altertum als Nahrungs- oder Heilmittel verwendet worden ist.
Erste Überlieferung findet sich in Schriften arabischer Ärzte im 11. Jhdt. (Avicenna).
Die Gattung war den Griechen und Lateinern kaum bekannt und so darf man annehmen, dass sie erst mit der Völkerwanderung nach Südosteuropa gebracht wurden. Erst im 16. Jahrhunderthaben einige Ärzte die Harntreibenden Vorzüge erkannt denen sie Ihren Ruhm verdankt

Anmerkungen:
Der Name wird abgeleitet von der Gestalt der Blätter, die den Zähnen eines Löwen ähneln; erstaunlicherweise wird dieser Name in mehreren Sprachen gleich verwendet.
Es gibt noch eine andere Erklärung gibt es für den Namen: traxis (griechisch) = Augenentzündung; es wird berichtet, dass der arabische Arzt Avicenna mit dem Milchsaft des L. Augenentzündungen behandelt habe.
Es gibt in den verschiedenen Regionen der deutschen Sprache etwa 500 verschiedene Bezeichnungen für Löwenzahn

Während des Krieges trocknete man die Wurzeln, um daraus einen Kaffee-Ersatz zu gewinnen.

Am 3. Tag bei abnehmenden Mond gepflückt und am selben Tag den Saft auf eine Warze gestrichen, lässt die Warze verschwinden.
 

 Löwenzahn wird als Tee bei Stoffwechselstörungen, Colitis und Hautkrankheiten eingesetzt. Löwenzahnsalat regt Leber- und Gallentätigkeit an ,stark harntreibend, appetitanregend, verhindert die Bildung von Gallensteinen und , blutreinigend.
.Anwendung als Kompressen lindern Entzündungen.

Ernte:
Zum Verzehr sind nur die zarten Frühlingsblätter zu Salaten, Suppen, Soßen  zu gebrauchen, später werden die wilden Blätter zu bitter.
Es gibt jedoch Züchtungen, die ganzjährig zu genießen sind.
Junge Knospen (für Kapern) sind vor der Blüte zu sammeln.
Die Wurzeln, die zu medizinischen Zwecken verwendet werden, gräbt man im Herbst aus.

Wirkstoffe:
Vitamin A, C, und D, Bitterstoffe, Colin, Inulin, Taraxin, Saponine.
Der Anteil an Wirkstoffen schwankt während des Jahres beträchtlich, so enthält die Wurzel im Frühjahr 1,7%, im August jedoch 5% Inulin

Aufbewahrung:
Die Blätter können getrocknet werden - wenn man sie zu Heilzwecken aufbewahren will; genießbar sind sie getrocknet nicht mehr.

 

Warnung:

Nicht bei Gallenwegserkrankungen, Geschwüren oder Verengungen im Magen-  Darmbereich anwenden!

Bei Verwendung des Saftes aus den Stängeln der Pflanze kann es zu Taraxacin- Vergiftungen kommen.

Löwenzahnstängelkur

Wer sich abgeschlagen, müde, ausgelaugt fühlt und zu den ständig kränkelnden Menschen gehört, sollte eine 14tägige Kur machen, bei der man täglich 5 -10 Löwenzahnstengel gut kaut (am besten wären die jungen Stengel kurz vor der Blüte) Es hilft nicht nur, Ihre Lebensenergien zu steigern sondern auch bei Hautjucken, Flechten und Ausschlägen. Sie können auch schmerzlos Gallensteine lösen

Tee:
3g Blätter oder Wurzeln sind ca.2 TL mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen und 10 Minuten stehen lassen; ist zu empfehlen als Frühjahrskur - dann 6 Wochen lang morgens 1 Tasse davon trinken

Aufguss oder Absud

aus Wurzeln , aus Blättern oder gemischt nehmen sie eine gute Handvoll frischer Pflanzen pro Liter Wasser und trinken sie davon 3 Tassen täglich . Auch zum gebrauch von Hand und Fußbädern

Löwenzahn Wein gegen Fieber

Weichen sie zwei schöne frische Löwenzahnwurzeln drei Tage lang in 1/2 Liter Weißwein ein . Trinken sie bei Fieberanfällen ein kleines glas voll und eine Stunde später nochmals.

Breiumschläge

aus gehackten Blättern und Blüten gegen Geschwüre und Hautkrankheiten auflegen.