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Gänseblümchen  in der Mythologie

und Legenden

Im Frühjahr gehört Bellis perennis gleich wieder zu den ersten Frühlingsboten. Daher wurde es in der nordischen Mythologie der germanischen Frühlingsgöttin Ostara geweiht. Seine weißen Köpfchen mit der “gelben Sonne” im Inneren symbolisierten für die Germanen auch die Anwesenheit des Sonnengottes Baldures ,das die Augen von Baldur bezeichnete, da es den im nebligen Norden lebenden Menschen beim aufblühen die Anwesenheit des Sonnengottes Baldur anzeigte. .

Die Blume aus dem Zaubergarten Freyas blüht unverzagt fast das ganze Jahr hindurch. Nur bei Nacht und schlechtem Wetter hält sie ihre Blüten fest verschlossen

Und es ranken sich noch weitere symbolische Bedeutungen und Mythen um diese Pflanze. Im Christentum ordnete man das Gänseblümchen der Muttergottes zu. Der Sage nach sollen die hübschen Blumen überall dort aufgegangen sein, wo die Tränen der Jungfrau Maria auf ihrer Flucht aus Ägypten auf den Boden fielen die manchmal rötlichen Zipfel der Blütenblätter sollen vom Blut Jesu herrühren

.

Der keltischen Mythologie zufolge soll das Gänseblümchen Wachstum beeinflussen können und auch heute noch hält sich in Großbritannien der Aberglaube, Welpen würden klein bleiben, wenn man ihnen Gänseblümchen zu fressen gibt.

Im 18. Jahrhundert galt Bellis perennis jedoch als böse Pflanze und sollte von den Bauern ausgerottet werden. Möglicherweise liegt der tiefere Grund darin, dass man sie damals als Abtreibungsmittel verwendet hatte. Es wird auch heute noch davon abgeraten, Gänseblümchen während der Schwangerschaft einzunehmen.

Die germanischen Stämme im nebligen Norden bekamen das klare Blau des Himmels nur selten zu Gesicht. Ihnen verkündete das Gänseblümchen mit dem Öffnen seines Blütenkelches die Anwesenheit des Sonnengottes Baldur. Sie gaben ihm den Namen "Baldurs Auge" oder "Baldurs Braue", auch die Volksnamen Augenblümchen oder Sonnenblümchen geben einen Hinweis auf diese Assoziation.

Weiterhin war es der Heiligen Margarete geweiht, welche unter anderem die Schutzpatronin unehelicher Kinder ist. Als Blume der Bauernpatronin gehörte es somit zum einfachen Volk.

Auch bei den Kelten war das "Gänseblümchen" bekannt. Als Zeichen des Jahresrhythmus der Sonne standen die Gans und auch das Gänseblümchen als Symbole im Vordergrund. Die Göttin wurde als kosmische Gänsemagd betrachtet, die wie ein Dorfmädchen die Gänseschar am Morgen (Frühling) auf die Wiese und am Abend (Herbst) zurück in den Verschlag bringt. Da das Gänseblümchen über den gesamten Zeitraum von Frühling bis Herbst blüht, wurde es mit der Gänsemagd-Göttin identifiziert.

 

Erst später kam es zu ungeahntem Ruhm, als es vom französischen König Ludwig IX. (1214-1270) zusammen mit der Lilie in sein Wappen aufgenommen wurde. Dazu ließ er sich einen Ring mit einem geflochtenen Blütenkranz anfertigen.

Im 18. Jahrhundert galt Bellis perennis je-doch als böse Pflanze und sollte von den Bauern ausgerottet werden. Möglicherweise liegt der tiefere Grund darin, dass man sie damals als Abtreibungsmittel verwendet hatte. Es wird auch heute noch davon abgeraten, Gänseblümchen während der Schwangerschaft einzunehmen.

 

wer die ersten drei Gänseblümchen findet und mit dem Mund pflückt, bleibt das ganze Jahr gesund,

Heutzutage sieht man nur noch selten Kinder Kränze mit dem Gänseblümchen flechten. Das Abzupfen der Blütenblätter und abzählen "Er liebt mich, er liebt mich nicht" ist aber auch heute noch vielen bekannt. Früher steckten sich Mädchen Gänseblümchen ins Haar, um zu zeigen, dass sie nicht heiraten wollen. Dementsprechend steht es in der Blumensprache für kindliche Unschuld und Reinheit.