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Gänseblümchen Beschreibung

Volksnamen:

Augenblümchen, Gänseliesl, Maiblume, Mairöserl, Mutterblümchen, Massliebchen, Osterblume, Regenblume, Sonnentürchen, Tausendschön

Die Blüten des Gänseblümchens gehören im Frühjahr mit zu den Ersten, und sie bleiben uns bis in den späten Herbst erhalten. Dementsprechend sind sie sehr frosthart. Bei trockener Luft ertragen sie -15°C, ohne das eine Schädigung eintritt. Auf diese Eigenschaften bezieht sich auch der lateinische Artname "perénnis", was übersetzt bedeutet "das ganze Jahr dauernd, ausdauernd". Der Gattungsname "Béllis" ist ein bereits in der Antike verwendeter Pflanzenname und bedeutet vermutlich "hübsch" oder "schön". Die deutsche Bezeichnung "Maßliebchen" trat in Form von "Maßleben" und "Maszlieben" bereits im 15. Jahrhundert auf, der Ursprung ist jedoch nicht eindeutig geklärt. Man vermutet, es könnte sich ableiten von "der Jungfrau Maria lieb" oder von "maet" (=Magd). Der zweite und heute gebräuchlichere Name Gänseblümchen ist erst seit dem Ende des 17. Jahrhunderts nachgewiesen. Als Tausendschön wird meist nicht unser wildes Gänseblümchen bezeichnet, sondern die meist eine rotblühende und gefüllte Zierform der Pflanze, die in zahlreichen Gärten zu finden ist. Die Verwendung als Zierpflanze reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Das Gänseblümchen ist ein Hemikryptophyt und überdauert somit den Winter mittels dicht unter der Erdoberfläche liegenden Erneuerungsknospen.

. Aus diesen Ursprüngen lassen sich auch einige der deutschen Namen erklären wie Sonnenblümchen oder Osterblume. In christlichen Zeiten wurde es dann zum Marienblümchen, die zugehörige Legende besagt dabei, dass das Gänseblümchen aus einer Träne Marias bei ihrer Flucht aus Ägypten entstand, die manchmal rötlichen Zipfel der Blütenblätter sollen vom Blut Jesu herrühren. Weiterhin war es der Heiligen Margarete geweiht, welche unter anderem die Schutzpatronin unehelicher Kinder ist. Als Blume der Bauernpatronin gehörte es somit zum einfachen Volk. Der bekannte Autor Hans Christian Andersen hat eine Kurzgeschichte für Kinder mit dem Titel "Das Gänseblümchen" geschrieben, lesen kann man diese kostenlos im Internet im Projekt Gutenberg

Aus der mehrjährigen Blattrosette mit spatelförmigen, klein bleibenden Blättern entspringt ein blattloser, bis 15cm hohe Stängel mit einer einzelnen Blüte. Sie besteht aus den weißen, oft an den Spitzen kräftig rosa überlaufenen sog. Zungenblüten und der "goldgelben Mitte" aus vielen kleinen Röhrenblüten. Blütezeit ist fast das ganze Jahr bis Ende November, es kann an warmen Wintertagen schon Ende Januar wieder erscheinen und gibt nur in Dauerfrostperioden vorübergehend auf. Die Hauptblütezeit ist jedoch April/Mai, während dieser Zeit sind ganze Wiesen voller Gänseblümchen. Zu dieser Zeit ist auch der beste Sammelzeitpunkt. Es wächst bevorzugt in (englischem) Rasen, dabei wird dieser durch die dicht wachsenden Blattrosetten verdrängt, auf Wiesen und Angern.

Sammelzeit : April - September 

Verwendeter Teil :

Blätter (Bellidis folium) und Blüten (Bellidis flos)

vor allem in Form von Tee, Tinktur ,Umschlägen oder Salbe