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Auch um das Veilchen ranken sich viele Legenden und Erzählungen

Das Veilchen gilt als Frühjahrsbote.

 Am Wiener Hof war es im Mittelalter Sitte, dass das erste Veilchen des Jahres mit einem Fest begrüßt wurde, sein Finder genoss beim Herrscher und vornehmlich der höfischen Damenwelt besondere Gunst. Hierüber verfasste Meistersinger Hans Sachs um 1530 den Fastnachtsschwank „Ritter Neithart mit dem Veilchen”. Dieser Neithart hatte das erste Veilchen entdeckt und bedeckte den Fund mit seinem Hut, ehe er sich frohgemut an den Hof begab, um die Kunde zu überbringen. Dabei hatten den unbeliebten Herrn einige seiner Bauern beobachtet, die zum derben Scherz den Hut lüfteten, das Veilchen mit ihrer Losung bedeckten und den Hut zurücksetzten. Als Neidhart mit der Hofgesellschaft am Fundort eintrat und sich mit seiner Präsentation zum Gespött der Leute gemacht hatte, war seine Freundschaft mit den Bauern endgültig dahin .

 

Der Legende nach war das Veilchen ursprünglich eine Tochter des Atlas. Sie war so schön, dass sich der Sonnengott in sie verliebte und sie mit unerwünschten Zuwendungen verfolgte. Sie wusste sich seiner nicht länger zu erwehren, und so bat sie schließlich Zeus um Hilfe. Er verwandelte das Mädchen in eine Blume, das Veilchen, das seitdem als Symbol versteckter Schönheit im Verborgenen blüht.

Die griechische Sage berichtet, dass, wenn die holde Frühlingsgöttin Persephone aus der Unterwelt emporsteigt, um die Fluren neu zu beleben, unter ihren Schritten Veilchen in Mengen aufblühen. Und der Frühlingsgöttin Persephone bedachte man mit Veilchenkörben.Für die Griechen waren Veilchen die Blumen der Liebe und wurden gerne verschenkt.
Heute noch werden zum Andenken an sie in der Bretagne am Karfreitag Veilchen ausgesät, um mit diesem Osterbrauch den Frühling herbeizulocken.

In der phrygischen Mythologie stammt das Veilchen aus Attis und Kybeles Blut ("Kybele Blumen".) Attis, ein kleinasiatischer Gott aus Phryghien hatte sich in einer Raserei selbst entmannt und wurde in eine Kiefer verwandelt. Aus seinem Blut entsprossen Veilchen

Die Gefolgsmänner Napoleons machten Veilchen zu ihrem Symbol. Als der Kaiser nach Elba verbannt wurde, trugen sie Veilchensträuße und veilchenfarbige Kleidung, um ihre Verbundenheit zu bekunden. Veilchen galten als Lieblingsblumen Napoleons. Die in der Natur eher robuste Pflanze steht in ihrer Symbolik für Bescheidenheit und Demut.

. Veilchen wurden auch für zahlreiche Künstler Gegenstand ihrer Arbeit. Sie finden sich in mittelalterlichen Gemälden, wie zum Beispiel "Madonna mit dem Veilchen" oder auch in den Schriften Homers, Goethes oder Mörikes wieder.

 

Das Veilchen ist Symbol für Bescheidenheit, Demut, Jungfräulichkeit,  Paradies, Frühling, Hoffnung, Fruchtbarkeit, Treue und Liebe.

Traumsymbol:

Träume von Veilchen verheißt
ein interessantes Zusammentreffen und das Wohlwollen einer Person.
Das Veilchen wurde auch zum Attribut von Christus und Maria durch seine Bescheidenheits- und Demutssymbolik.