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© Irene T

das Veilchen

Viola odoráta, odorata Duftveilchen

im Volksmund haben sie auch folgende Namen

Duftveilchen, Frühlingsveilchen, Heckenveigerl, Heckenveilchen, März-Veilchen, Märzwohlgeruchblume,  Märzveigerl, Österchen, Osterveigerl, Vegeli, Wohlriechendes Veilchen; englisch: Blue Violet, Sweet Violet, Devon Violet; holländisch: Maartsviooltje

Das wohl bekannteste Veilchen aus der Gattung Viola L. ist das staudige, immergrüne Duftveilchen.

 Blüte:

März/April (nur bei niedrigen Temperaturen - ab 8 Grad fällt die Blütenbildung aus). 

Beschreibung:

Das Veilchen ist im Boden mit einem kriechenden, sich ausbreitenden Wurzelstock verankert. Daraus entwickeln sich die Blühtriebe und Ausläufer, die sich bewurzeln können. Die Blätter der Pflanze sind herzförmig und gestielt. Der Blütenstengel  trägt neben den Blüten, die tiefviolett, seltener weiß oder rötlich gefärbt sind und angenehm duften, gelegentlich kleine Nebenblätter. Die Blüten stehen auf einem mit kleinen Nebenblättern versehenen Schafte. Außerdem verbreitet sich die Pflanze durch Samen. Die Frucht ist eine Kapsel mit kleinen Samen. Die reife Kapselfrucht öffnet sich mit 3 Klappen und die kleinen dunklen Samen fallen heraus. Diese besitzen ein fleischiges Anhängsel, welches von Ameisen gefressen wird, ohne dass die Keimkraft des Samens dadurch leidet ,Natürlich gibt es zahlreiche Veilchenarten , man kann sie aber in 2 Kategorien einteilen: jene deren Blüten oben 3 und unten 2 Blumenblätter haben, also die wohlriechenden Veilchen, und jenen deren Blüten oben 4 Blumenblätter und unten nur ein einziges besitzen, die sogenannten Stiefmütterchen.

Was die ersten betrifft so sind das Raue Veilchen , das Hundsveilchen , das Waldveilchen und besonders das Märzveilchen ( auch wohlriechendes Veilchen Blauröschen, blaue Viole genannt) die häufigsten.

Zu den zweiten, die man im Allgemeinen wilde Stiefmütterchen nennt , gehören das Alpenstiefmütterchen ,das gelbe Stiefmütterchen und das dreifarbige Stiefmütterchen.


Farbe: bezeichnenderweise veilchenblau
Höhe: bis 10 cm

Fundort:

An nicht zu trockenen Standorten in Hecken, lehmhaltiger Boden, der ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist in lichten Gehölzen, Zäunen, an Bachufern und Waldrändern ist das Veilchen meist in größerer Anzahl zu finden, natürlich auch in Gärten wo trockene Luft begünstigt Spinnmilbenbefall, deshalb sind Gartenplätze mit hoher Luftfeuchtigkeit ideal. .

Verbreitung:

 Das Veilchen ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet, aber ursprünglich wohl nur in der Oberrheinebene. Es kommt auch im Kaukasus, in Kleinasien und dem Mittelmeergebiet sowie im atlantischen Europa vor. In Nordamerika ist es vereinzelt eingebürgert.

Vermehrung:

verbreitet sich durch Ausssamung, lange oberirdische Ausläufer (die im ersten Jahr noch nicht blühen) und auch durch Ameisen (die Samenkapsel - aufgrund eines zuckerhaltigen Anhängsels). Sämlingspflanzen sind meist wüchsiger und widerstandsfähiger. Laubblätter überwinternd.

 

Schmetterlingspflanze, Schnittblume, nostalgische Bauerngartenpflanze, Heilpflanze, Wildpflanze, Liebespflanze 

Es ist der einzige Vertreter mit Duft und Aroma (für die Küche!).

Inhaltsstoffe:  Alkaloid,  Bitterstoffe, Glycoside, ,Salizylsäuremethylester,Saponine, Odoratin, Violoin Cyamin (blauer Farbstoff),

Pflanzenteile die Verwendung finden:

Blätter, Blüten, Wurzelstock, Samen

Erntezeit:

Die Pflanzenteile, wie Blüten, Blätter od. das Kraut. werden im Frühjahr (März, April) gesammelt, die Wurzel wird Herbst (Oktober bis Mitte November) gegraben.

VORSICHT:

Früher verwendeten die Hexen auch die Wurzel des Veilchens, was man heute aber nur noch selten tut. Der Grund dafür sind die Inhaltsstoffe der Veilchenwurzel, die bei vielen Menschen Übelkeit und Schwindelgefühle hervorrufen.