© Gerhard Kupfner

Die Schlüsselblumen

Beschreibung

wissenschaftlicher Name: Schlüsselblume = Primula veris, Primula officinalis

hohe Schlüsselblume = Primula elatior

Pflanzenfamilie: Primelgewächse = Primulaceae

englischer Name: Cowslip

volkstümliche Namen:

 Allelujableaml, Arznei-Schlüsselblume, Auritzel, Batenge, Eieräuglein, Eierkraut, Ehrezeicheli, Fastenbleaml, Frauenschlüssel, Gichtblume, Heiratsschlüssel, Himmelschlüssel, Kraftblume, Märzenblümli, Madäneli, Mundfäulkraut, Petriblume, Schmalzschüsseli, Trubechnöpfli, Wiesen-Primel


Die Schlüsselblume ist der Inbegriff der Frühjahrsblüher, doch in den letzten Jahrzehnten ist sie sehr selten geworden. Daher steht sie auch unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden. Man kann sich ihrer aber erfreuen, wenn man auf sie trifft und im Garten kann man sie anbauen und darf sie dann auch ernten.

In alten Klostergärten finden wir Primula veris als Heil und Zierpflanze in Gärten. In früheren Klostergärten kultivierten die Mönche die  Frühlingsblume als Apothekerprimel und christliche Symbolpflanze. Petrus und Maria geweiht.

Aus den Klostergärten gelangte die attraktive Blütenstaude in die Bauerngärten, wo sie auch heute noch im Unterwuchs von Hecken und Sträuchern zusammen mit echtem Lungenkraut Pulmonaria officinalis und Duftveilchen Viola odorata verwildert antrifft. Sie liebt kalkhaltige, humose bis lehmige. trockene bis frische Böden an sonnigen  bis halbschattigen Standorten

Pflanzenbeschreibung

Die Schlüsselblume ist in Europa heimisch. Sie wächst bevorzugt auf Wiesen, an Waldrändern und im Gebüsch. Die mehrjährige Pflanze wird bis zu 20 Zentimeter hoch. Im Frühjahr treibt die Wurzel zunächst wellig gezähnte Blätter aus. In Bodennähe wächst dann eine Blattrosette aus den eirunden Blättern. Ab März wächst der oben gebogene Stengel. An ihm wachsen keine Blätter. Die hellgelben Blüten erscheinen zwischen März und Anfang April. Sie hängen in kleinen Dolden leicht nach unten gerichtet.

Beste Sammelzeit

für die Schlüsselblume Blüten sind das Frühjahr von März bis Mai. Die Wurzeln werden im Oktober geerntet

Sammelvorschrift:
Die Blüten werden mit den Kelchen gesammelt; bereits abgeblühte Blüten muss man entfernen.
Der Duft der Blüten ist honigartig und lieblich., der beim Trocknen schwächer wird, und einen süßlichen, schwach schleimigen Geschmack hat.

Die Wurzel wird ausgegraben, an der Luft vor- und bei künstlicher Wärme nachgetrocknet. Die Droge riecht nach Anis und schmeckt kratzend und bitter.

Beide Schlüsselblumenarten sind in der Wirkung gleich

Achtung!
Empfindliche Menschen bekommen durch Berührung der Schlüsselblumen manchmal einen juckenden Ausschlag
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