das trocknen der Kräuter

Es ist nicht nur wichtig Heilkräuter richtig zu sammeln, sie müssen auch richtig getrocknet und eingelagert werden.

Der Prozess der Trocknung der Heilkräuter muss so schnell wie möglich begonnen werden. Am besten überlegst du dir schon, bevor du die Kräuter sammelst, wo diese getrocknet werden sollen und bereitest alles vor.

Der Raum sollte möglichst luftig, jedoch nicht feucht sein. Außerdem sollte die Temperatur in diesem Raum möglichst konstant sein. Hast du die Möglichkeit die Kräuter an der Luft zu trocknen, dann nutze diese, denn es ist die sicherste Form deine Heilkräuter zu trocknen.

Viele Menschen folgen dem Irrglauben, dass es für Kräuter gut ist, so schnell wie möglich unter Zufuhr von heißer Luft, beispielsweise in einem Herd, zu trocknen. Die Kräuter trocknen zwar von außen schnell, doch die innerliche Feuchtigkeit bleibt bestehen und so beginnen deine Kräuter langsam von innen zu verschimmeln. Zu dem verfliegt hierbei ein Großteil der Wirkstoffe der jeweiligen Kräuter.

Die Kräuter werden vor dem trocknen nicht gewaschen, da sie hierdurch viele ihrer Wirkstoffe verlieren. Hänge sie kopfüber in Bündeln und nach Art getrennt an der Decke oder einer Stange auf. Kannst du keine Bündel mit den Kräutern binden, dann lege diese flach ausgebreitet auf eine geeignete Unterlage, um sie dort zu trocknen.

Am besten befestigst du an jedem Bündel ein kleines Schildchen mit dem Name der Pflanze, damit du die Kräuter später noch unterscheiden kannst, da sich viele Heilpflanzen nach dem trocknen zum verwechseln gleichen.

Die Dauer des Trockenvorganges unterscheidet sich von Pflanze zu Pflanze und so musst du auf die Bedürfnisse der Heilkräuter eingehen. Die Kräuter sollten jedoch mindestens 1-2 Wochen trocknen. Du erkennst den Zeitpunkt, an welchem der Trockenprozess abgeschlossen ist daran, dass die Pflanzen nicht nur trocken, sondern auch dürr und brüchig geworden sind. Die Kräuter sollten nach dem Trocknen nicht braun oder grau geworden sein, sondern ihren ursprünglichen Farbton ( natürlich etwas matter ) beibehalten haben. Sollten sich deine Kräuter verfärbt haben, solltest du diese nicht verwenden, da du beim Trocknungsprozess wahrscheinlich etwas falsch gemacht hast.

Hast du Knollen und Wurzeln gesammelt, dann wasche diese vor dem trocknen sorgfältig ab, um sie vom Erde und Steinchen zu befreien. Anschließend zerschneidest du die Wurzeln in dünne Scheiben. Durch ein Loch, welches du zuvor in die Wurzelscheiben gebohrt hast, kannst du nun eine Schnur ziehen, an welcher du sie zum trocknen aufhängen kannst. Das restliche Verfahren entspricht jenem der Kräuter.

 

Die vollkommen trockenen Kräuter, Blüten und Wurzeln lagerst du am besten in möglichst luftdichten Gläsern, die vor Sonneneinstrahlung geschützt werden sollten, da die Sonnenstrahlen den Kräutern ihre Wirkstoffe entziehen. Besonders gut zum Aufbewahren deiner Heilkräuter eignen sich Einmachgläser.

Du solltest die Gläser beschriften, um die Heilpflanzen im getrockneten Zustand voneinander unterscheiden zu können. Das Datum der Sammlung sollte ebenfalls auf dem Etikett vermerkt sein, damit du genau nachvollziehen kannst, wie alt die Pflanzen sind. Die Heilpflanzen sollten jedes Jahr, spätestens alle 2 Jahre ausgetauscht werden. Merke dir, das besonders aromatische Kräuter schneller ihre Wirkung verlieren als weniger aromatische. Vermische beim Austauschen der Kräuter nie alte mit neuen Pflanzen, sondern entsorge die alten respektvoll.

Kontrolliere regelmäßig deine Kräuter, ob diese eventuell verschimmelt und unbrauchbar geworden sind, damit du, wenn du sie benötigst, kein böses erwachen erfährst. Spätestens wenn deine Kräuter die Farbe verändern und sich braun gräulich verfärben, wird es Zeit sie zu entfernen.