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Bestimmung und kennen lernen der Heilkräuter

 

In dem sie sich auf den Weg machen die Heilkräuter aus dem Garten Gottes zu suchen erweisen sie sich schon sehr viel gutes für Ihre Gesundheit. Denn sie bewegen sich  abseits von Ballungszentren, dicht befahrenen Straßen in  der freien Natur. Mit der Zeit werden sie feststellen wie wohltuend diese ausgedehnten Spaziergänge für Ihren Körper sind. Wer sich ganz neu mit Heilkräutern beschäftigt, sollte sich zunächst auf die Erforschung der Natur beschränken um so die Standorte und nähere Umgebung kennen zu lernen

Eine Vielzahl von Kräutern kann uns dabei helfen, ein harmonisches und gesundes Leben im Alltag zu führen. Die Kenntnis des richtigen Zeitpunkts von Ernte und Lagern ist von großem Wert, wenn es um die größtmögliche Heilkraft und Haltbarkeit der Pflanzen geht.

 

Bei allen Heilkräutern ist es wichtig, sich mit den enthaltenen Wirkstoffen näher zu befassen.  Die Ganzheit der Pflanze, beziehungsweise eines Pflanzenteils sollte erhalten bleiben, denn wie auch bei der gesunden Ernährung sind die Ballaststoffe eines Heilkrauts von hohem Wert.

Beachtung finden sollte jedoch, welche Aufgabe die Pflanze erfüllen soll, ob sie etwa entzündungshemmend oder abführend oder auf bestimmte Organe kräftigend wirken soll. Jede Pflanze besitzt andere Eigenschaften, andere Inhaltsstoffe. Und obendrein hilft nicht jede Pflanze jedem gleich gut. Der eine verträgt ein Heilkraut bei gleichem Beschwerdebild überhaupt nicht, dem anderen kann es auch nach langem Leiden schnelle Heilung bringen. Jeder Mensch reagiert individuell, darauf muss Rücksicht genommen werden. Wer andererseits etwa mit einem Kräutertee gute Erfahrungen gemacht hat, braucht sich nicht mehr viele Gedanken um die Inhaltsstoffe zu machen. Ist die Frage nach dem Kraut beantwortet, werden die Regeln für das Sammeln interessant.

Frische Heilkräuter , deren Heilkraft die von getrockneten übersteigt, findet man von Ende Februar bis Ende November. Während eines milden Winters findet man sogar Spitz - und Breitwegerich Labkraut und Schöllkraut frisch in der Natur

Außerdem ist es wichtig, dass du von einigen Sammelgebieten abstand hältst. Der Fundort der zu sammelnden Pflanzen sollte frei von Autoabgasen, Hundekot und Spritzgiften sein. Besonders gefährlich ist es, unter Obstbäumen, die gegen Schädlinge mit Giften gespritzt werden, Heilkräuter zu pflücken. Mit Kunstdünger gedüngte Wiesen sind zu meiden. Pflanzen, die in der Nähe von Mülldeponien, Kraftwerken, Autobahnen, Bahndämmen und stark befahrenen Straßen gedeihen, haben im Laufe ihres Lebens viele Schadstoffe in sich aufgenommen. Von solchen Heilpflanzen solltest du aus gesundheitlichen Gründen die Finger lassen


Die Pflanzen müssen sauber und frei von Krankheiten sein. nach Möglichkeiten sollte man die Kräuter an einem sonnigen Tag pflücken nicht nur weil da der Spatziergang auch mehr Freude macht ist sondern weil die Heilkraft der Pflanzen dann am größten ist .Heilpflanzen werden gesammelt, nachdem der Tau abgetrocknet ist, also nicht bei Regen, Nebel oder feuchtem Wetter.

Das Wichtigste ist, dass du ausschließlich nur die Kräuter sammelst, die du auch wirklich ganz genau kennst! Wenn du dir unsicher bist, dann lasse die Pflanze lieber stehen oder frage einen Experten. Es ist zu dem wichtig, dass du keine Pflanzen sammelst, die verschmutzt oder beschädigt sind. Heilkräuter, die beschädigt worden, sie sind z.B. abgeknickt, haben einen Großteil ihrer Kraft verloren, da ihre Wirkstoffe durch die Wunde in Form von Saft ausgetreten und somit verloren sind. Verzichte zudem feuchte Pflanzen zu sammeln, da diese leicht verderben können. Daher solltest du dich auch bei gutem Wetter auf die Suche begeben. Wasche deine Heilkräuter möglichst nicht, da sie hierdurch ihre Wirkstoffe verlieren können und wie eben angesprochen leichter und schneller faulen.

Du darfst nie alle Kräuter einer Stelle komplett ab sammeln. Lasse immer genug stehen, damit sich ihr Bestand wieder erholen kann und du auch im nächstem Jahr dort ernten kannst. Nimm zu dem nur so viel, wie du auch wirklich benötigst, da man Kräuter höchstens 2 Jahre aufbewahren sollte und versuche so wenig wie möglich unnötig zu zerstören. Behandle die Heilpflanzen respektvoll und lasse ein kleines Geschenk für die Geister der Kräuter und für die Tiere der Gegend zurück. Geschützte Pflanzen sind natürlich tabu, kaufe, wenn du sie unbedingt benötigst, lieber diese Pflanzen in einem Kräuterladen, der sie anbaut.


 Wer sich auf sein eigene Urteilsvermögen nicht verlassen will der sollte Anfangs an Kräuterwanderungen und Exkursionen unter Fachkundiger Leitung teilnehmen, um seine praktischen Erfahrungen zu sammeln. Dabei geht es nicht so sehr um eine Gefährdung der Gesundheit , bei Pilzwanderungen trifft das in stärkerem Maße zu , als um den Schutz der Natur. Viele Heilpflanzen stehen unter Naturschutz, manche Kräuter den Heilsamen zum verwechseln ähnlich, sind nutzlos und sollten nicht grundlos gepflückt werden. Erst wenn sie die nötige Sicherheit in der Bestimmung der Pflanzen besitzen sollten sie zum Sammeln aufbrechen.