Der Ehering    

Der Ehering steht für die unendliche Liebe. Ohne Anfang und Ende ist er das Sinnbild für die Ewigkeit.

Allerdings hatte der Ehering in früheren Zeiten einen eher unromantischen Zweck zu erfüllen: Viele der in Italien gefundenen antiken Eheringe hatten zum Beispiel die Form eines kleinen Schlüssels. Damit sollte symbolisiert werden, dass die Ehefrau "Besitz" des Mannes sei. Und auch die Römer steckten Ihren Frauen, die sie auf dem Markt erstanden hatten, den Ring als Zeichen des Brautkaufes an.

Die alten Ägypter hingegen legten viel Wert darauf, daß der Ehering am rechten Ringfinger getragen wurde. Sie waren der Ansicht, daß eine Vene - die sogenannte Liebesader - vom Ringfinger aus direkt zum Herzen führen würde.

Um den Ehering ranken sich auch heute noch viele Bräuche und Aberglaube. So sollte besser keine andere Frau den eigenen Ehering anstecken, denn der Volksmund behauptet, dass dann auch bald der Ehemann weg sei...

 

Der Schleier

Ein besonders romantisches Detail der Bekleidung vieler Bräute ist der Schleier. Wundervoll drapiert und am besten erst während der Eheschließung in der Kirche feierlich vom Gesicht entfernt, gibt er dem Jawort sogar noch ein zusätzliches „dramatisches“, spannendes Element.


 

Im Mittelalter hatte der Brautschleier mehr als nur dekorative Funktion:

Mit dem Brautschleier sollte die Schönheit der Braut vor bösen Dämonen verborgen werden die – man höre und staune –
durch Mund, Nase und Ohren in die Braut einfahren wollten!.

 Damit wollte man verhindern, dass diese Besitz von der Braut nehmen.

 Zugleich war der weiße Brautschleier Sinnbild für die Jungfräulichkeit der Braut.



Heute jedoch ist der Schleier ein durch und durch modisches Element und wird in Brautmodengeschäften und auch im Internet bei spezialisierten Händlern in vielen Varianten angeboten. Sicherlich ist auch für Sie etwas dabei! Dabei sollten Sie am besten darauf achten, dass die gewählte Form des Schleiers, seine Farbe und sein Material auf Ihr Brautkleid abgestimmt sind. So passen zu besonders „Prinzessinen haften“, traditionellen Kleidern besonders gut die langen Schleier, die zudem noch aufwendig bestickt sind. Bei einem kurzen „Mini“-Brautkleid eignet sich meistens ein ebenso kurzer Schleier gut.


Bei den Materialien haben Sie ebenfalls die „Qual der Wahl“. Hier gibt es Modelle aus relativ schlicht verarbeitetem Tüll, aber auch aufwendig gearbeitete, besonders edle Schleier, die in Handarbeit aus Spitze gefertigt werden. Auch Perlen und Stickereien sind beliebt.

Übrigens: Wenn Sie vorhaben, den Schleier im Laufe der Hochzeitsparty auch abnehmen zu können, lassen Sie sich unbedingt von Ihrem Friseur oder Stylisten beraten. Es gibt praktische Tricks, den Schleier so im Haar festzustecken, dass die Frisur beim Abnehmen nicht leidet. So bleibt Ihr Erscheinungsbild auch „unbeschleiert“ den ganzen Tag über perfekt

Brauchtum

 Bei diesem Brauch geht es darum, dass um Mitternacht die Braut zur Ehefrau wird. In diesem Zuge wird der Brautschleier um Mitternacht abgenommen. Beim Brautschleiertanz tanzen um Mitternacht die unverheirateten Frauen um die Braut herum und versuchen den Brautschleier abzunehmen. Wer den Schleier der Braut ergattert, heiratet als nächstes.

eine andere Variante:

Der Schleier wird um Mitternacht von der Mutter der Braut abgenommen. Falls diese nicht mehr da sein sollte- aus welchen Gründen auch immer - kann es eine der ältesten weiblichen Gäste tun.

Die Braut sitzt dabei auf dem Stuhl. Die Mutter nimmer den Schleier ab. Alle anderen Gäste stehen im Reigen - also im Kreis - um der Braut herum. Fassen sich an den Händen, gehen um die Braut herum und singen dieses Lied und die Musikanten spielen dazu

 

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