Advent Bedeutung

Advent und die Bedeutung

Das lateinische Wort "adventus" bedeutet eigentlich Ankunft. Die Römer bezeichneten den ersten offiziellen Besuch eines Herrschers oder die Thronbesteigung eines Kaisers als "adventus".

Für die Christen ist der Advent die Zeit der Vorfreude auf die Geburt Christi. Aber es ist auch die Zeit der besonderen Erwartung seiner Wiederkunft zum Weltgericht am Ende der Zeiten.

Der 1. Adventsonntag ist zugleich der Beginn eines neuen Kirchenjahres. Der 24. Dezember zählt – trotz aller gegenteiliger Gerüchte – noch zum Advent. Am Abend dieses Tages aber beginnt bereits Weihnachten.

Das Licht ist ein Symbol für Hoffnung und die Abwehr des Bösen, und es vertreibt die Dunkelheit. Für die Adventszeit wird ein Kranz aus Tannenzweigen gebunden, auf dem 4 Kerzen angebracht werden.

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab.

Der Advent dauerte in den ersten Jahrhunderten wie die Fastenzeit 40 Tage. In der gallischen Kirche und in Spanien lag der Beginn in der Novembermitte, daher gibt es am Vorabend dieses langen Advent am 11. November eine Art Karneval, es wird geschlachtet und alles aufgegessen, was man in der Fastenzeit vor Weihnachten nicht verzehren durfte.  

  In Rom wurde erst im 6. Jh. von Papst Gregor dem Großen die Adventsliturgie in ihren Grundzügen festgelegt. Er setzt dabei erstmals die Zahl der Adventsonntage auf 4 fest.

Die 4 Wochen sollen symbolisch auf die 4000 Jahre hinweisen, die die Menschheit nach kirchlicher Rechnung auf die Ankunft des Erlösers warten musste.

Papst Pius V. schrieb dann endgültig die römische Adventsliturgie für die Kirche nieder.
 

Der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den "Geburtstag" Jesu Christi.

Mit den vier Sonntagen vor Weihnachten verbindet sich die Erwartung auf Weihnachten, aber nicht allein, denn es wird auch die endgültige Wiederkunft Christi am Ende der Welt Thema.

 

Die Propheten, die die Ankunft des Messias geweissagt haben, Johannes der Täufer, der von den Christen als Vorläufer verehrt wird, und Maria sind die großen Gestalten des Advent.

Maria hat deshalb eine so große Bedeutung im Advent, weil Gott die Menschwerdung seines Sohnes von ihr abhängig gemacht hat. Gott stülpt den Menschen das Heil nicht über, sondern tritt mit ihnen in den Dialog.

Der Engel Gabriel, dessen Name mit "Stärke Gottes" übersetzt werden kann, fragt Maria: "Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben." Auf die Rückfrage Marias, wie das geschehen soll, sagt der Engel: "Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden."

Maria antwortet: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast." Mit dieser Antwort steht sie auch stellvertretend für ihr Volk, sie wird die Mutter des Messias, d.h. des Gesalbten, der das Reich Davids wieder aufrichten wird.

Der Engel hatte ihr verkündet: "Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben." (Lukas 1,31 - 38) Maria hat damit für den Glauben jedes einzelnen eine große Bedeutung, sie hat als Person auf Gottes Anfrage geantwortet. Niemand muss die Erlösung "über sich ergehen lassen".

Die vier Adventsonntage haben jeweils eine besondere liturgische Bedeutung in der katholischen Kirche:

1.Advent:
"Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer." (Sach.9,9)
Wiederkunft Christi am Jüngsten Tag

der 2.Advent:

"Seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht." (Lukas 21,28)
Vorbereitung auf den kommenden Erlöser

der 3.Advent:

"Bereite dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig." (Jesaja 40,3.10)
Johannes der Täufer

der 4.Advent:

 "Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!" (Phil.4,4.5)

Die nahende Freude!


(In der katholischen Kirche ist dieser Sonntag der Maria gewidmet!)

Die Farbe der Adventsonntage ist violett: die Farbe der Buße und der inneren Vorbereitung auf hohe Feiertage.