Dezember

 

Der Dezember

Das Jahr ward alt. Hat dünne Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.

Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.

Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, daß man's versteht.

Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.

Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.

Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
"Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht."

Der letzte und zugleich festlichste Monat des gregorianischen Kalenders ist der Dezember mit 31 Tagen.

Er war der zehnte Monat (lateinisch „decem“: „zehn“) im römischen Kalender. Sein Name wurde in der heutigen Zählung beibehalten.

Die Weihnachtszeit hat einiges von dem festlichen Charakters der Saturnalien angenommen, eines römischen Feiertages, der zu dieser Zeit des Jahres früher begangen wurde und zu Ehren des Gottes Saturn stattfand.

Auch der jüdische Feiertag „Hanukka“ findet in den meisten Jahren im Monat Dezember statt.

 

Ein alter deutscher Name für den Dezember ist „Julmond“. Der Name leitet sich von dem Julfest ab, einer altgermanischen Feier der Wintersonnenwende. 

  

Als weiteren Namen für den Dezember gibt es die Bezeichnung „Christmonat“, da Weihnachten, das so genannte Christfest, im Dezember gefeiert wird - oder auch „Heilmond“, weil "Christus der Welt das Heil bringt".

Die letzteren Namen sind natürlich erst nach der Umwidmung des Julfestes im Zuge der Ausbreitung des Christentums entstanden.

Der Dezember beginnt mit demselben Wochentag wie der September

mit freundlicher Erlaubnis  2005 von Alfred Grupp

Text © Medienwerkstatt Mühlacker www.wissenskarten.de