walnuss


Walnussbaum Anfang Juni

 

Der Walnussbaum ist mein Baum, den ich sehr liebe; so manche Stunden habe ich schon unter ihm gesessen und geträumt. 

Die Walnuss wächst gewöhnlich (angepflanzt) in Gärten, ist aber auch verwildert in klimatisch milden Lagen anzutreffen. Sie braucht kalkreichen Lehmboden.

 

Die Nüsse reifen zu der uns allen wohlbekannten Walnuss Ende September/Anfang Oktober heran. Nach der Ernte müssen sie noch eine Weile getrocknet werden und sind zur Adventszeit auf der Höhe ihres Aromas.

Die Walnuss galt in der griechischen wie in der römischen Mythologie als Speise der Götter. Der Name Walnuss stammt von "Welsche Nuss" (Welsche oder Walsche ist vermutlich ursprünglich die germanische Bezeichnung für die Kelten. In der deutschen Sprache werden heute unter Welschen jeweils die am nächsten wohnenden romanischen Völker bezeichnet.). Weitere Namen waren Steinnuss und Christnuss. Der botanische Gattungsname "Juglans" stammt aus dem lateinischen und bedeutet soviel wie dem “Jupiter geweihte Frucht", und später bekam sie bei den Botanikern den lat. Zunamen "regia" (königlich)

((Anm.: regia heißt eigentlich Königsburg, Schloss, u.s.w.??)).

Noch heute werden zur Weihnachtszeit vergoldete Walnüsse an Christbäume gehängt.

   Das Holz ist eines der wertvollsten und begehrtesten Edelhölzer für Möbel und Innenausbau, Orgel- und Klavierbau und Kunstgegenstände, vor allem auch in Kirchen (Schnitzereien und Drechslerarbeiten aus Renaissance, Barock und Rokoko). Auch für Furniere (besonders das Wurzelholz wegen seiner Maßerung), Parkett und Täfelungen ist es sehr begehrt.

 

   Im kulinarischen Bereich findet die Walnuss vom Walnussöl bis zur Walnusseiscreme ( mein Lieblingseis )die vielfältigste Anwendung.

 

Die ursprüngliche Heimat der Walnuss ist Mittelasien. Im 7. Jh. v.Chr.

brachten sie die Griechen nach Europa. Um 800 n.Chr. wurde der Baum auch nördlich der Alpen bekannt. Wir kennen ca. 15 Walnussarten. Der „echte Walnussbaum" (Juglans regia) erreicht eine Höhe von 10-30 m und erreicht ein Alter von bis zu 400 Jahren. Die großen, unpaarig gefiederten Blätter sind breit und elliptisch, von glänzender grüner Farbe, und die Endblätter werden bis zu 25 cm lang. Erst nach etwa 7 - 10 Jahren zeigen sich zum ersten Mal Blüten. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind. Die Walnuss liebt tiefgründige, gut mit Wasser versorgte und nährstoffreiche Lehmböden, und sie stellt hohe Ansprüche an das Klima (sehr frostempfindlich)

Überlieferung

Ein Kissen aus Walnussblättern soll Alp- und Verfolgungsträume beseitigen.

Zweige des Nussbaumes sollen vor Blitzschlag schützen.

Schon im Mittelalter wusste man, dass Nüsse „Überschuss an Kraft schaffen“. So wurde noch lange Zeit im Taunus ein Absud aus Nussblätter gekocht und das männliche Geschlechtsteil darin gebadet. So sollte der Mann in „Liebesdingen“ leistungsfähiger werden

Zum Liebesorakel warfen Mädchen einen Stock in den Walnussbaum: blieb er hängen, so würde das Mädchen noch in dem Jahr heiraten.

Von unehelichen Kindern wurde gesagt: „Sie sind vom Nussbaum gefallen“, der Mutter wurde ein Mann aus Stroh in den Nussbaum am Haus gestellt.

Heilkräfte:

Als „Sympathiemittel“ wird der Nussbaum gegen Fieber und Gicht eingesetzt. Diese Krankheiten kann man auf ihn übertragen („wenden“), wenn man vor Sonnenaufgang zu ihm geht, einen Span aus ihm schneidet, in den Spalt einen Zettel mit dem Namen des Patienten steckt und das Ganze wieder verkeilt. Dabei musste man sprechen: „ Nussbaum, ich komme zu dir, nimm 77erlei Fieber (Gicht) von mir, ich will dabei verbleiben.“

Schon im Mittelalter galt der Duft der Blätter als reinigend, Krankenzimmer wurde mit ihnen ausgeräuchert (wie auch mit Weihrauch und Wacholder). Ebenso galten die Ausdünstung der Blätter als Abwehrmittel gegen Insekten.

Dem Walnussblatt werden aufgrund seines Gerbstoffgehaltes adstingierende Wirkungen zugewiesen, die bei Magen- und Darmverstimmungen helfen können.

 Äußerlich angewandt können die Blätter Heilungen von Geschwüren und Augenentzündungen beschleunigen. Der Tee der Blätter ist bei chronischen Ekzemen, Hautauschlägen und für die Ausscheidung eingelagerter Giftstoffe zu verwenden. Die grünen Fruchtschalen wirken schweißhemmend.

Mit einer Zubereitung aus Blättern und Schalen lässt sich ein dunkelbraun färbendes Haartönmittel herstellen

 

 

Keltisches Horoskop:

21.4. – 30. 4. / 24.10. – 2.11.

Der Baum der Standhaftigkeit

Baum der Leidenschaft und Wachsamkeit.

Der Nussbaummensch

Ist einer, der sein Versprechen hält. Ein treuer Gefährte in jeder Beziehung und ein genialer Stratege. Der Ehrgeiz ist grenzenlos. Der Walnussmensch richtet sich immer aufs Ganze aus. Wenn er etwas will, gibt er nicht eher Ruhe bis er es erreicht hat. Er verfügt über einen weiten Horizont. Stets ist er bei all seinen Erkundungen darauf bedacht, den wahren Grund hinter den Dingen zu enträtseln. Und von diesen Einsichten aus nach den wahren Wurzeln zu suchen, halten ihn auch härtere Widerstände nicht ab.

In der Liebe ist er sehr leidenschaftlich, aber eifersüchtig. Wenn er liebt, dann bis über den Tod hinaus. Der im Zeichen der Walnuss Geborene ist ein ungewöhnlicher Mensch, der unter der harten Schale einen süßen Kern hat ."Nussbäume" sind unbeugsam.