Federweiser

Federweißer

er hat so viele Namen: Suser, Sauser, Sturm, Bitzler, Krätzer, Bremser oder Neuer Wein.

Federweißer ist gegorener Traubenmost, der Kohlensäure enthält und oft süß schmeckt, da die Gärung des Zuckers im Most noch nicht abgeschlossen ist. Und Weil Federweißer weiter gärt und somit ein Übergangsprodukt hin zum Jungwein darstellt, ist er nur kurze Zeit im Jahr, nach der Weinlese und nur für wenige Wochen erhältlich.

Von ihren Weinbergen bis zum Federweißer dauert es etwa drei Tage. Weinlese, Trennung der Beere vom Stiel in der Traubenmühle, etwa zwei Stunden Keltern in der Weinpresse und dann noch die Filterung. Zum Schluss kommt der Most ins Fass, wo er bereits nach ein paar Tagen je nach Süße zwischen vier und fünf Prozent Alkohol hat. Er gärt dann in der nicht luftdicht verschlossenen Flasche weiter. Wenn schließlich aller Zucker in Alkohol umgesetzt ist, kann der durchgegorene Wein bis zu zehn Prozent Alkoholgehalt haben

Seinen Namen hat Federweißer erhalten, weil schwebende Hefeteilchen ihn milchig trüb und weißlich erscheinen lassen. Die freiwerdende Kohlensäure von innerem Leben erfüllt , erinnert an den Tanz von Tausenden wirbelnder Federchen - so die poetische Erklärung

Als prickelndes, meist süßes Getränk wird Federweißer gerne zu deftigen Speisen, wie beispielsweise Zwiebelkuchen oder auch Maronen (Esskastanien) getrunken

Der junge Wein besitzt einen hohen Vitamingehalt. Vor allem die Vitamine B1, B2 und B6 sind in größeren Mengen nachweisbar. Bioelemente der Hefe zählen darüber hinaus zu den wichtigsten Vitaminen . Auch die entschlackende Wirkung der Hefezellen ist wissenschaftlich belegt. Deshalb kann man den Federweißer, in Maßen genossen, schlichtweg als bekömmlich und gesund bezeichnen. Doch Vorsicht bei der für Federweißer typischen Mischung aus Zucker und Alkohol geht letzterer zügig ins Blut. Dazu der spritzig-fruchtige Geschmack und die perlende Kohlensäure... man ist berauscht, bevor man es merkt. Eine andere überraschende und gar nicht erwünschte Wirkung: Durchfall. "Das hängt von den Hefestämmen ab".