Erntedankkirch fest

Erntedankfest

Der Monat, in dem wir Erntedank feiern, hieß früher Holzmonat (ahd. witumanot), Herbstmonat (ahd. herbistmanot), Havermaent oder Herbstsaat. Die Namen deuten die Vorbereitung auf den Winter an: Holzvorräte müssen angelegt, die Wintersaat ausgebracht werden. Und wenn alles vorbereitet und die Ernte eingebracht ist gibt es das Erntefest .

Fest und Feier zu Erntedank haben zwei verwandte Quellen:
1. Die Abhängigkeit des Menschen vom Naturkreislauf und
2. die religiöse Bedeutung - den Dank an Gott für die Ernte.
In der Kirche ist ein Erntedankfest seit dem 3. Jahrhundert belegt. In Deutschland ist es der 1. Sonntag im Oktober er ist 1972 von der Bischofskonferenz festgelegt worden. Die Gemeinden sind aber nicht verpflichtet dieses Fest zu feiern. In den Evangelischen Kirchen wird gemäß einem königlichem Erlass in Preußen im Jahr 1773  am Sonntag nach Michaelis (29. September) begangen

Erntefeste gibt es in vielen Kulturen. Das Erntedankfest wurde bereits in vorchristlicher Zeit gefeiert, als die Menschen den Göttern beim Abschluss des Einbringens der Ernte ihren Dank darbrachten.

Schon die alten Israeliten feierten das Laubhüttenfest.
Wie viele alte Bräuche wurden Ernterituale von der Kirche übernommen
In Großbritannien wurde das Erntedankfest in der Mitte des letzten Jahrhunderts eingeführt. Seit dieser Zeit dekoriert man die Kirchen
mit Getreide, Früchten, Gemüse und Produkten aller Art.
Nach dem Erntedankgottesdienst werden die Produkte an Wohltätigkeitsorganisationen verteilt.

In den Vereinigten Staaten und in Kanada wird der Thanksgiving Day (deutsch: Tag der Danksagung) gefeiert.

1623 wurde während einer Dürreperiode in Neuengland ein Tag des Fastens und des Gebets begangen, aus dem sich der Brauch entwickelte, alljährlich nach der Ernte die Danksagung zu vollziehen.

1863 führte Präsident Abraham Lincoln den Thanksgiving Day als gesetzlicher Feiertag ein, der seitdem am vierten Donnerstag im November gefeiert wird.

In manchen Teilen Deutschlands gibt es noch den „Erntedankzug".

Auf den von Pferden oder Traktoren gezogenen Wagen liegen Getreide, Früchte und Gemüse. Kinder und Erwachsene ziehen alte Trachten an und zeigen einige der alten Erntebräuche.

Oft bindet man aus Getreidehalmen auch schwere Erntekränze und Erntekronen. Mit Gesang, Tanz und gutem Essen wird das Erntefest begangen.

Erntegaben schmücken den Altar oder werden im Gottesdienst zum Altar gebracht.