November

Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor...
Der Sturm ritt johlend durch das Land der Farben.
Die Wälder weinten. Und die Farben starben.
Nun sind die Tage grau wie nie zuvor.
Und der November trägt den Trauerflor.

Der Friedhof öffnete sein dunkles Tor.
Die letzten Kränze werden feilgeboten.
Die Lebenden besuchen ihre Toten.
In der Kapelle klagt ein Männerchor.

Was man besaß, weiß man, wenn man's verlor.
Der Winter sitzt schon auf den kahlen Zweigen.
Es regnet, Freunde. Und der Rest ist Schweigen.
Wer noch nicht starb, dem steht es noch bevor.
Und der November trägt den Trauerflor.

 

Der trübe November, als elfter Monat des julianischen und gregorianischen Kalenders, hat 30 lange Tage.

Bei den Römern war der November der neunte (lateinisch: „novem“) Monat des aus zehn Monaten bestehenden Jahres. Er hatte zunächst nur 29 Tage, bis Augustus ihm 30 Tage gab.

In Schottland wird am 30. November das Fest des Schutzpatrons Sanct Andrew begangen. Die Amerikaner hingegen feiern am Ende des Monats „Thanksgiving Day“. In Großbritannien ist der 11. November der Jahrestag des Waffenstillstandes am Ende des 1. Weltkrieges.

Am Volkstrauertag im November wird in Deutschland der Toten beider Weltkriege sowie der Opfer der Gewaltherrschaft gedacht.

Als alte deutsche Namen für den November kennt man die Bezeichnungen „Windmond“ (eingeführt von Karl dem Großen im 8. Jahrhundert) und „Nebelung“.

In den Niederlanden wurde der Monat November auch „Schlachtmond“ oder „Schlachtemonat“ genannt, weil zu dieser Zeit üblicherweise das Einschlachten der Schweine stattfand.

Der Monat November beginnt mit demselben Wochentag wie der März und außer in Schaltjahren auch wie der Februar

Text © Medienwerkstatt Mühlacker www.wissenskarten.de

 

Bauern- und Wetterregeln

Allerheiligen Reif macht die Weihnacht starr und steif.
Bringt Allerheiligen einen Winter,

so bringt Martini einen Sommer.
Bringt Allerheiligen Sonnenschein,

 tritt ein schöner Nachsommer ein.
Wenn's an Allerheiligen schneit,

 dann lege deinen Pelz bereit.

 Regnet's aber an diesem Tag,

 viel Schnee im Winter kommen mag.
Allerheiligen klar und helle,

 sitzt der Winter auf der Schwelle.
Allerseelen kalt und klar,

 macht auf Weihnachten alles starr