der Oktober

Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Was vorüber schien, beginnt.
Chrysanthemen blühn und frieren.
Fröstelnd geht die Zeit spazieren.
Und du folgst ihr wie ein Kind.

Geh nur weiter, bleib nicht stehen.
Kehr nicht um, als sei's zuviel.
Bis ans Ende musst du gehen,
hadre nicht in den Alleen.
Ist der Weg denn schuld am Ziel?

Geh nicht wie mit fremden Füßen
und als hättst du dich verirrt.
Willst du nicht die Rosen grüßen?
Laß den Herbst nicht dafür büßen,
dass es Winter werden wird.

Auf den Wegen, in den Wiesen
leuchten, wie auf grünen Fliesen,
Bäume bunt und blumenschön.
Sind's Buketts für sanfte Riesen?
Geh nur weiter, bleib nicht stehn.

Blätter tanzen sterbensheiter
ihre letzten Menuetts.
Folge folgsam dem Begleiter.
Bleib nicht stehen. Geh nur weiter,
denn das Jahr ist dein Gesetz.

Nebel zaubern in der Lichtung
eine Welt des Ungefährs.
Raum wird Traum. Und Rausch wird Dichtung.
Folg der Zeit. Sie weiß die Richtung.
"Stirb und werde!" nannte Er's.

Erich Kästner

Der Oktober - als der zehnte Monat des gregorianischen Kalenders - besteht aus 31 Tagen.

Im antiken römischen Kalender war der Oktober der achte Monat, wie man an seinem Namen erkennen kann (lateinisch „octo“: acht).

Als die Römer den 1. Januar als den Beginn eines Kalenderjahres festlegten, wurde der Oktober zum zehnten Monat.

Im Oktober wird meistens das Erntedankfest gefeiert.

Ein alter deutscher Name für den Oktober ist "Weinmonat". Dieser Name soll bereits im 8. Jahrhundert von Karl dem Großen eingeführt worden sein und deutet auf den Beginn der Weinlese und die sich anschließenden Weinverarbeitung hin.

Auch die Bezeichnung „Gilbhart" war gebräuchlich, da sich in diesem Herbstmonat das Laub der Bäume gelb und braun färbt. Bei den Jägern wird der Monat Oktober auch Dachsmond genannt.

Der Oktober beginnt mit demselben Wochentag wie der Januar - außer in Schaltjahren

 

Text © Medienwerkstatt Mühlacker www.wissenskarten.de

 

 

bringt der Oktober viel Frost und Wind, so sind der Januar und Februar gelind.

Viel Regen im Oktober und November, macht viel Wind im Dezember.

Bringt der Oktober viel Regen, ist's für die Felder ein Segen.

Im Oktober der Nebel tief und viel, bringt im Winter der Flocken Spiel.

Je größer der Ameisenhügel, je straffer des Winters Zügel.

Gewitter im Oktober künden, du wirst einen nassen Winter finden.

Schneit's im Oktober gleich, dann wird der Winter weich.

Tummelt sich die Haselmaus, bleibt der Winter noch lange aus.

Im Oktober Sturm und Wind, uns den frühen Winter künd'.

Siehst du fremde Wandervögel, wird es kalt nach alter Regel.

Viele Eicheln und Bucheckern im Oktober lassen einen harten Winter erwarten.

Wenn die Eiche noch ihr Laub behält, gibt's im Winter strenge Kält.

Im Oktobernaß und kühl, wird der Winter nur ein Spiel.

Je früher das Laub im Oktober fällt, desto fruchtbarer wird das nächste Jahr.

Ist der Oktober gelind, gibt der November viel Wind.

Oktoberhimmel voller Sterne hat warme Öfen gerne.

Graben sich im Oktober die Mäus' tief in die Erden,
wird's ein strenger Winter werden.

Nichts kann mehr vor Raupen schützen, als im Oktober Eis mit Pfützen.