Der Herbst

in den Monaten September Oktober November

         

Der Herbst ist die Übergangszeit zwischen Sommer und Winter.

In den gemäßigten Zonen der Erde ist es auch die Jahreszeit der Ernte und des Blätterfalls.

 

Das Wort Herbst stammt von dem indogermanischen Wort „sker“ ab, welches so viel bedeutet wie „schneiden“.

Es ist aber auch verwandt mit dem englischen Wort „harvest“, dem lateinischen Wort „carpare“ (schneiden) und dem griechischen Wort „karpós" (Frucht oder Ertrag).

Somit könnte man die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Herbst“ mit den Begriffen „Zeit der Früchte“, „Zeit des Pflückens“ und „Erntezeit“ umschreiben.

Astronomisch gesehen beginnt der Herbst auf der Nordhalbkugel am Tag der Herbsttagundnachtgleiche - das ist der 22. oder 23. September – und er endet mit der Wintersonnenwende – das ist der 21. oder 22. Dezember.

Ganz genau dauert der Herbst 89 Tage und 19 Stunden.

         

Einige Obstsorten sind im Herbst reif und können geerntet werden: Äpfel, Birnen, Pflaumen und Weintrauben.

Aber auch viele andere Früchte bringt der Herbst mit sich: Föhrenzapfen, Bucheckern, Erlenzapfen, Lärchenzapfen, Eicheln, Kastanien, Maiskolben, Hagebutten, Nüsse und Kürbisse.

Allmählich färben sich die Blätter von Sträuchern und Bäumen bunt und leuchten in der Herbstsonne des Altweibersommers noch einmal in ihren schönsten Farben, bevor sie zu Boden fallen und die Bäume kahl werden.

         

Auch einige Herbstblüher zeigen sich noch bunt und üppig, bevor der Frost und Schnee des Winters die letzten Farben in der Natur vertreibt.

Herbstanemonen, Dahlien, Astern und Herbstzeitlosen blühen und leuchten im Herbst in kräftigen Farben.

Die beliebteste Blume im Herbst aber ist wohl die Sonnenblume, die bis weit in den Spätherbst hinein blüht.

Neben den sonnigen Tagen im Herbst ist es oft auch schon recht kalt, nebelig oder stürmisch.

Da über dem Atlantik sommerliche Warmfronten auf winterliche Kaltfronten treffen, entstehen oft kräftige Herbststürme.

Viele Vogelarten verlassen mit Beginn des Herbstes ihre Brutgebiete und suchen ihre Überwinterungsgebiete in wärmeren Ländern auf.

Diese Zugvögel fliegen oft in großen Schwärmen in einer ganz bestimmten Flugordnung.

Die Störche fliegen sogar bis zur Südspitze Afrikas, um dort dem kalten Winter in Europa auszuweichen

mit freundlicher Erlaubnis 2005 von Alfred Grupp

Text © Medienwerkstatt Mühlacker www.wissenskarten.de

         

Bauern und Wetterregeln

Baumblüten im Spätjahr deuten auf ein gut`Jahr.

Blühen im Herbst die Bäume auf`s neu, währet der Winter bis zum Mai.

Ein Herbst, der gut und klar, ist gut für das kommende Jahr.

Fällt das Laub im Wald sehr schnell, ist der Winter bald zur Stell`.

Fällt das Laub recht bald, wird der Herbst nicht alt.

Fällt im Herbst das Laub sehr früh zu Erden, soll ein feiner Sommer werden.

Fette Vögel und Dachse, dann pfeift der Winter die Achse.

Hält der Baum die Blätter lang, macht ein später Winter bang.

Halten Birk` und Weid´ ihr Wipfellaub lange, ist zeitiger Winter und gut Frühjahr im Gange.

Hat der Herbst zum Donnern Mut, wird das nächste Jahr wohl gut.

Herbst Oktoberwind, glaub es mir, verkündet harten Winter dir.

Herbstgewitter bringen Schnee, doch dem nächsten Jahr kein Weh`.

Im Herbst muss man nicht mehr von Tulpen und Rosen träumen.

Ist der Herbst warm und fein, kommt ein scharfer Winter rein.

Ist im Herbst das Wetter hell, bringt es Wind und Winter schnell.

Je fetter die Vögel und Dachse sind, um so kälter erscheint das Christkind.

Je trockener der Herbst, je kälter der Winter, je besseres Jahr.

Konnte man den Herbst loben, wird der Winter stürmen und toben.

Raufrost auf der Flur, milder Witterung Spur.

Raufrost in Feld und Garten, lässt mildes Wetter erwarten.

Sitzen die Birnen fest am Stiel, bringt der Winter Kälte viel.

Späte Rosen im Garten lassen den Winter erwarten.

Treffen die Streichvögel zeitig ein, wird früh und streng der Winter sein.

Viel Nebel im Herbst deuten auf schneereichen Winter.

Viele Buchnüsse und Eicheln, dann wird der Winter auch nicht schmeicheln.

Wenn die Bienen ihre Stöcke früh verkitten, kommt bald ein harter Winter geritten.

Wenn die Eichen viel Früchte tragen, wird ein langer Winter tagen.

Wenn die Zugvögel sich vereinen, wird der Winter bald erscheinen.

Wenn rau und dick der Hasen Fell, dann sorg für Holz und Kohle schnell.

Wer den Acker im Herbst nicht stürzt, hat seine Ernte zur Hälfte gekürzt.

Wer im Herbste hell Wetter will, hat im Winter der Winde viel.

Will das Laub nicht gern von den Bäumen fallen, so wird ein kalter Winter erschallen.

Wird das Obst sehr langsam reif, gibt's im Winter statt Eis nur Reif.

         

mit freundlicher Erlaubnis 2005 von Alfred Grupp

Text © Medienwerkstatt Mühlacker www.wissenskarten.de

 

 

 



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