der Frühling

Die Jahreszeit Frühling

 Der Frühling steht für das Werden, das Entstehen neuen Lebens.

Am 21. März ist zwar der offizielle Frühlingsanfang, aber dass schon lange vorher Frühling ist, und dass er weit in die Jahreszeit hinein dauert, die wir so ungeduldig schon gerne Sommer nennen, das können wir an der Natur sehen, die mit unserer Zeitrechnung nicht viel anfangen kann und nach ihren eigenen Gesetzen wirtschaftet.

Die einzelnen Frühlingsphasen können in geschützten Lagen so oft wesentlich früher beginnen als zum Beispiel auf dem freien Feld oder in den Bergen.

 Im Bergland oder Gebirge vollziehen sich die einzelnen Abschnitte des Frühlings an den Südhängen viel früher als den Hängen, die an der Nordseite liegen

Der Frühling ist eine der vier Jahreszeiten der gemäßigten Zonen auf der Erdkugel.

Je nachdem, ob er auf der Südhalbkugel oder der Nordhalbkugel herrscht, unterscheidet man zwischen Nordfrühling und Südfrühling.

Aufgrund des wandernden Zenitstandes der Sonne zwischen dem südlichen und dem nördlichen Wendekreis wiederholt sich der Frühling in jeder Hemisphäre (nördliche und südliche Halbkugel) in einem jährlich gleichen Rhythmus.

Astronomisch gesehen beginnt der Frühling mit der Frühlingstagundnachtgleiche. Das ist auf der Nordhalbkugel der Erde  um den Zeitraum der Tagundnachtgleiche - es ist genau 12 Stunden hell (Tag) und 12 Stunden dunkel (Nacht) - zwischen dem
20. und 21. März
und dementsprechend auf der Südhalbkugel am 22. oder 23. September.

Meteorologisch (Meteorologie = Wissenschaft vom Klima und Wetter / Wetterkunde) gesehen beginnt der Frühling aber schon am 1. März. Denn die Meteorologen ordnen die Jahreszeiten den vollen Monaten zu. Der Winter endet für die Meteorologen im Februar. Der Frühling umfasst somit die Monate März, April und Mai.

Aus astronomischer Sicht endet der Frühling  um den 21. Juni, der Sommersonnenwende. An diesem Tag ist es genau 16 Stunden hell (längster Tag des Jahres) und 8 Stunden dunkel (kürzeste Nacht des Jahres).
 und am 21. oder 22. Dezember auf der Südhalbkugel

Man unterscheidet in Mitteleuropa drei verschiedene Abschnitte des Frühlings:

Vorfrühling

Die Natur unterscheidet sehr genau zwischen den einzelnen Frühlingsphasen und geht mit der wunderbaren Jahreszeit sehr bedächtig um, obwohl wir Menschen es gar nicht erwarten können, des Frühlings blaues Band wehen zu sehen.
Die Natur lässt sich nicht drängen, und wer auf die kleinen Zeichen achtet, der wird erkennen, dass wir es nicht mit 4, sondern mit 10 Jahreszeiten zu tun haben, die- in geruhsamer Reihenfolge- den Ablauf des grünen Jahres bestimmen.

Eine Ordnung nach kalendarischen Daten gibt es in der Natur nicht, höchstens "etwa", "zirka" oder "ungefähr", denn ob und was wann sprießt, das bestimmt die Natur mit ihrem eigenen Rhythmus. Es ist also die Natur selbst, die durch deutliche Zeichen sagt, welche der 10 Jahreszeiten sie gerade durchwandert, und wir dürfen unsere Kalender getrost zuschlagen und tun besser daran, mit eigenen Augen zu sehen, was die Natur meint. Drei dieser zehn natürlichen Jahreszeiten gehören dem Frühling, und damit ist er viel länger, als uns der Kalender erzählt  Der Vorfrühling
beginnt irgendwann im Februar und dauert etwa bis Ende März. Wann er aber nun ganz genau beginnt, das sagen uns die Schneeglöckchen, denn sie setzen das Startsignal
 

für den Vorfrühling.
Oft noch vom Schnee fast bedeckt, strecken sie sich aus der Erde. Könnten sie läuten, würde ein vieltausend stimmiges Gebimmel durch die Landschaft ziehen, denn die zarten Frühlingsboten kommen oft so reichlich vor, dass ihre Blütenköpfchen die Gegend selbst dort, wo kein Schnee mehr liegt, in strahlendes Weiß hüllen.
Auch der Huflattich  und die Pestwurz beeilen sich, ihrem Auftrag als Frühblüher gerecht zu werden, und unter den Bäumen ist es die Schwarzerle, die begeistert mitmacht.
Fast zeitgleich mit ihnen fängt in der Haselnuss das Leben zu pulsieren an und wenige Tage später zeigt ihr Pollenflug die Blüte an. Auch die Salweide blüht, und im Garten meldet der Frühaufsteher unter den Sträuchern, die Stachelbeere, dass es allmählich an der Zeit ist, das Freiland zu bestellen. Aber nicht zu eilig bitte, denn Frühling ist nicht gleich Frühling.
Der Vorfrühling endet ungefähr Ende März mit dem Beginn des Erstfrühlings

Der Erstfrühling
Wann dieser genau beginnt, das flüstert uns die Forsythie irgendwann zwischen Ende März und Mitte April. Wenn sie nämlich auf blattlosen Stängeln die sonnengelben Blüten entfaltet, dann dürfen wir den Beginn des mittleren, also des Erstfrühlings notieren. Und ihre Blüte ist dann auch der Startschuss für ein wahres Feuerwerk an Blüte und Austrieb in der Natur, denn die mutige Forsythie, die oft noch schwer mit dem Schnee zu kämpfen hat, spornt

auch die Traubenhyazinthe, 

die Buschwindröschen, die Himmelschlüssel, den Löwenzahn, die Tulpen und die Narzissen zum Wettblühen an.   
Wo Blüten so viel Mut zeigen, da lassen sich auch die Bäume nicht lumpen. Die Eberesche treibt, die Lärche, die Hängebirke macht sich schön, Schlehe, Spitzahorn und Rosskastanie ebenfalls

Der Zeitpunkt des Frühlingsbeginns ist aber auch nicht jedes Jahr einheitlich, sondern findet offensichtlich (durch die globale Erwärmung) immer ein wenig früher statt.

Vollfrühling


Wann der Vollfrühling den Vorfrühling ablöst, das erkennen wir an der Blattentfaltung der Stileiche und an der Blüte des   Apfelbaumes  und des Wiesenfuchsschwanz und das ist meist Mitte April. Der Vollfrühling wird dann bis Ende Mai dauern, und manchmal dehnt er sich auch bis in die ersten Junitage hinein, ehe er für den Frühsommer das Feld räumt.
Im Vollfrühling ist der Blütenreichtum schon sehr gewaltig, das Sagen haben aber die Bäume. Fast überall kommt es zur Baum- Vollblüte und zur Blattentfaltung, und die Natur färbt sich grüner und bunter von Tag zu Tag. Das Laubdach wird dichter, die scheidenden Frühlingsboten unter den Bäumen geraten in den Schatten, und auf den sonnen beschienenen Flecken heben lebenshungrige Pflanzen die schwere Erde.

 

Text © Medienwerkstatt Mühlacker www.wissenskarten.de

 

Die Frühjahrstierkreiszeichen sind

Widder, Stier und Zwilling

Wetter oder Bauernregeln

Im Frühjahr Spinnweben auf dem Feld gibt einen schwülen Sommer. 

Lerchen und Rosen bringen des Frühlings Kosen.

Frühlingregen bringt Segen.

 Bei uns zuhause sagte man
dunnerets im blutten Wald wirds nochmal empfindlich kalt.