Frei von Aberglauben ????

Es ist schwierig, genau zu bestimmen, was schon zum Aberglauben zählt und was noch nicht. Der Glauben eines Menschen kann für einen anderen schon Aberglaube sein. Atheisten halten vermutlich alle religiösen Überzeugungen und Praktiken für abergläubisch.

Aberglaube Emytologie bzw. Wortbedeutung
Den Glauben an das Übersinnliche. Das Wort bedeutet

„was über den wahren Glauben hinaus, daran neben vorbei geht“ und wird aus dem Althochdeutschen von ubarfengida abgeleitet. Erst im 19. Jahrhundert stabilisierte sich erst die heutige Bedeutung.

Frei von Aberglauben zu sein,
ist viel schwieriger als man glaubt.
So darfst du dich bereit dazu zählen wenn du zu einem Freund sagst
„ ich drücke dir den Daumen „

Wir Glauben damit, wenn es nicht nur eine reine Höflichkeitsfloskel ist, das wir mit dem kleinen Magischen Akt Einfluss auf Ereignisse nehmen wollen. Das wir das Schicksal zu Gunsten eines Freundes oder Freundin manipulieren können.


Der Daumen ist übrigens ein Symbol der Stärke Kraft, Potenz.
Wenn wir zum Daumen drücken eine Faust bilden, stärken wir unsere Finger mit dem Daumen, er ist dann praktisch der harte Kern der Faust. Wen wir also für andere „den Daumen drücken“ wollen wir Ihn Symbolisch stützen und schützen.
Und gegen was schützen wir Ihn? Vor bösen Geistern , vor finsteren Mächten.
Natürlich Glauben wir an so etwas nicht wen andere uns fragen, oder wir uns fragen. Aber alles was wir bei den Ritualen unseres Aberglaubens tun oder sagen, zeigt das wir das wir das Gefühl wohl doch nie ganz losgeworden sind es könnte die finsteren Mächte oder Geister doch geben.


Die Bedeutung von Toi Toi toi

Es ist die kultivierte Nachahmung des Geräusches des Spuckens. Spucken hat einen besonderen Sinn in der Magie. Sogar in den Evangelien ist es vermerkt. Jesus heilte die Kranken mit seinem Speichel. Wenn wir also die Formel Toi toi toi aufsagen dann bedeutet dies das wir einen anderen in der Stunde der Bewährung mit unserer Heilbringenden Spucke vor bösen Geistern schützen wollen.


Warum hängen wir ein Hufeisen auf?

Klar damit es Glück bringen soll. Aber warum ausgerechnet ein Hufeisen? Das Hufeisen ist ein uraltes Zeichen. Seine Form entsprich dem eines offenen runden Behälters er symbolisiert den Mutterschoß also Fruchtbarkeit. Ein solches Zeichen ist auch das Symbol der ägyptischen Göttin Isis. Sie erscheint auf alten Bildnissen mit einer Krone in der Form des zunehmenden Mondes.


Warum klopfen wir auf Holz

wenn wir Mutmaßungen über die Zukunft anstellen? Wir überliefern mit diesem Brauch eine alte Annahme das Geister Lärm nicht ausstehen können wenn wir also auf Holz klopfen jagen wir sie fort.
Zum Jahreswechsel veranstalten wir traditionell einen Mordskrach
Warum ? weil unsere Ahnen glaubten, das sie damit die bösen Mächte des alten Jahres erschrecken und vom neuen Jahr fernhalten können.

Mit Hals und Beinbruch

wollte man früher die Geister täuschen in dem man jemandem dies wünschte sagt man gleichzeitig den Geistern das sie hier überflüssig sind, die Sache läuft schon ich muss mich um diesen Kerl nicht mehr kümmern.
 

Wenn aus Versehen Salz ausgeschüttet wird, bringt es Streit in die Familie. Deswegen wird besonders aufmerksam mit dem Salz umgegangen.

Magie und Aberglauben
Hier eine Definition:

Der Aberglaube stammt zum Teil noch aus vorwissenschaftlichen Zeiten und Religionsformen und findet sich in vielen Bräuchen, Sagen und Märchen, in Volksheilkunde, Zaubersprüchen und Handlungen.

So leben im Aberglauben die Furcht vor Dämonen, wiederkehrenden Toten, Geistern und Zauberei, das Schutzstreben durch Abwehrzauber, Fruchtbarkeitszauber, Erforschung der Zukunft (Vorzeichenkunde, Orakelwesen) und die Grundvorstellung, dass Naturgeschehen und menschliches Leben unmittelbar zusammenhängen (Horoskop).

Im Aberglauben verbinden sich Anschauungen und Bräuche verschiedenster Zeiten, Kulturen und Völker, im deutschen Aberglauben altgermanische Vorstellungen mit griech.-römischem Götterglauben

Mit Aberglauben wird eine Summe von scheinbar unerklärlichen Phänomenen unterschiedlicher historischer und psychologischer Herkunft bezeichnet. Gemeinsam ist diesen Phänomenen, dass sie ihren Ursprung in der menschlichen Psyche haben.


Also kann man sagen Aberglauben ist ein nicht verständliches  Verhalten von Leuten, die sich fürchten oder unter Ungewissheit leiden – beispielsweise das klopfen auf Holz, das Umkehren beim Auftauchen schwarzer Katzen, das Daumendrücken.
Das Wort Aberglauben ist abgeleitet von „ ab“ und nicht von aber Aberglauben ist also etwas das vom Glauben abgeht.


Zu unseren Vorstellungen vom Aberglauben gehört dass er eigentlich nicht mehr in die heutige moderne Zeit passt.

Wir sind es gewohnt uns als ausgesprochen „ moderne „ Menschen zu sehen, verglichen mit unseren altmodischen Ahnen. Wir drücken auf einen Knopf und schon lässt unser Fernseher direkt vor unseren Augen ein Bild erscheinen, das eigentlich außerhalb unseres Gesichtsfeldes liegt .Wir steigen in Europa in eine Concorde und machen 3 ½ Stunden später einen Spaziergang in Amerika. Wir schauen uns in Zeitschriften Bilder von unendlich weit entfernten Galaxien an oder Fotos die auf dem Mond aufgenommen wurden und finden das normal.

Das alles konnten unsere Altvordern - Ahnen zweifellos nicht.


Was wir aber beim Nachdenken über Vergangenheit und Gegenwart meist vergessen: Jede Generation in der Geschichte der Menschheit hat sich wie wir als „ modern „ empfunden und zwar in jeder Kultur. Denn jede Generation war an Gerätschaften und Wissen besser ausgerüstet als die voran gegangenen, fühlte sich als den Ahnen überlegen. Aber jede Generation war abergläubisch; und wir, die allermodernste Generation sind es auch.
Wenn wir noch heute Glücksbringer bei uns tragen, dann zwingt uns das Überleben des Aberglaubens eine wichtige Erkenntnis auf, das es außer dem Komfort, den wir über die Jahrhunderte hinweg mit Hilfe der Wissenschaft entwickelt haben, eigentlich nichts gibt was uns von unseren Ahnen unterscheidet.

Die Menschen sind noch immer dieselben die sie immer waren.
Ich weis das manche Leute über die anderen lachen die an den Aberglauben denken oder gar nach Ihm leben aber an dem Verhalten werden sie etwas erkennen was auch zu Ihm passt.
Wer hat sich nicht schon bei dem Gedanken erwischt:
Wenn die Ampel vor mir von rot auf grün schaltet bevor ich auf 10 gezählt habe, dann wird die Sache heute klappen.


Oder :wenn ich bis zur nächsten Straßenecke die Luft anhalten kann , dann wird mir der Arzt sagen, das der Befund keine gefährliche Krankheit erbracht hat.
Wir brauchen uns nicht zu schämen wenn wir versuchen mit kleinen Tricks Einfluss auf kommende Ereignisse zu nehmen. Wir schließen uns dabei einem Verhalten an , das in unserer Kulturgeschichte eine lange Tradition bis zu den Anfängen der Menschheit hat.
Wir üben Magie aus.
Warum wir – Aufklärung hin, Fortschritt her – dies noch heute tun, kommt daher, dass der Aberglauben mit unserer Gefühlswelt verbunden ist und nicht mit dem Verstand.
Aberglauben näht sich von Emotionen. Unser Gefühlsleben hat sich wenig verändert seit dem Anfang der Menschwerdung.


Der große Anthropologe James Frazer schrieb zu Beginn des 19 Jahrhunderts ein Monumentales Werk in dem er tausende von Beispielen und Bräuchen aus aller Welt anführte. Er gebrauchte für die Art des Wunschdenkens den Ausdruck „ sympathetic magic ( mitfühlender Zauber )



 




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