Aschermittwoch

 

„Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ singen die Fasnet Narren Jahr für Jahr .

Dies stimmt in der Tat (fast überall), denn mit dem Aschermittwoch beginnt die 40 Tägige christliche Fastenzeit, sie dauert bis Karsamstag, umfasst also 46 Kalendertage  die 6 Sonntage sind vom Fasten ausgenommen, da Christen an jedem Sonntag , also auch in der Fastenzeit , die Auferstehung Christi feiern ,es bleiben also genau 40 Fastentage

Ostern ist ein beweglicher Festtag, er fällt genau auf den ersten Sonntag nach Vollmond im Frühling. Damit ist auch Aschermittwoch ein beweglicher Festtag und liegt zwischen Anfang Februar und Anfang März.

Die Zahl 40 steht für einen umfassenden Zeitraum, der Wende und Neubeginn ermöglicht. 1969 erneuerte die römisch-katholische Kirche die Grundordnung des Kirchenjahres, die Fastenzeit dauert nun nicht mehr bis Karsamstag, sondern endet bereits mit dem Gründonnerstag, dennoch wird auch am Karfreitag gefastet.

 

Seit dem Ende des 11. Jahrhunderts ließen sich hauptsächlich die Priester geweihte Asche zum Zeichen des Schuldbewusstseins aufs Haupt streuen. In den Frühen Kirchen wurden diejenigen, die eine schwere Sünde begangen hatten am Beginn der Fastenzeit mit Asche bestreut und so in den Büßerstand aufgenommen. Sie konnten nicht mehr am Gottesdienst teilnehmen , bis sie am Gründonnerstag wieder in die Gemeinschaft aufgenommen wurden. Sie bekannten sich damit öffentlich als Sünder. Diese alte Form der Buße kam um die Jahrtausendwende zum erliegen und wurde durch die in Irland entstandene Ohrenbeichte ersetzt

In vielen Kulturen gilt Asche als Symbol der Vergänglichkeit. Im Christentum wurde sie zum Zeichen der Buße, soll aber auch gleichzeitig an die Vergänglichkeit des Menschen erinnern. Der Brauch das Haupt mit Asche zu bestreuen wurde später in den Ritus des Aschenkreuzes verwandelt.

Mit dem Aschekreuz, das sich die Christen im Gottesdienst auf die Stirn zeichnen lassen, bekunden sie die Bereitschaft zur Umkehr und zu einem Neubeginn. Sich fastend einschränken, beim Essen und Trinken wie auch beim Konsum von Genussmitteln und möglicherweise anderen Genüssen, die vielleicht schon alltäglich geworden sind, ist eine Grundvoraussetzung zur Gesundung von Leib und Seele.

 

Und so wird auch heute noch in christlichen Gegenden als Symbol der Buße und Reinigung am Aschermittwoch das Aschenkreuz vom Priester auf die Stirn der Gläubigen gezeichnet oder auf den Kopf gestreut. Dabei besiegelt der Aschermittwoch nur was in der Fasnetzeit in der Figur des Narren dargestellt wurde, nämlich die Nichtigkeit der Welt.

Die Büttenredner hatten nichts anderes versucht , als die Eitelkeit der Großen bloßzustellen . Die Masken stellten die Laster und damit den Menschen auf seinen Abwegen dar.

 

Die Asche für das Aschenkreuz wird aus den verbrannten Palmen- oder Buchsbaumzweigen gewonnen, die am vorjährigen Palmsonntag gesegnet wurden.

Bei dieser Kreuzzeichnung spricht der Priester die Worte: "Gedenke Mensch, dass du aus Staub bist und zum Staub wirst du zurückkehren" oder "Kehrt um und glaubt dem Evangelium".

 

Doch bevor auch dieser Tag endet ,gehen Traditionsgemäß viele Leute

zum Fisch ,Kässpätzle, Krautkrapfen, Rahmschupfnudeln mit Käse überbacken oder Maultaschen essen in die Gasthäuser. Meist der ganze  Fasnet Verein.

Auch wir gehen mit unseren Freunden zum Aschermittwochs Essen und es ist immer sehr gesellig und lustig in der Runde

  Früher stand auf der Speisekarte  auch Schnecken mit Kräuterbutter und Froschschenkel in Bierteig doch diese Gerichte sind heute von der Speisekarte weitgehend verschwunden.

 

 

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